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5 Jahre aktuellste Software ?

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Re: 5 Jahre aktuellste Software ?

MaxXim
Hallo Rainer, Hallo alle anderen

Rainer schrub am Wed, 11 Jul 2012 09:49:08 +0200:
> Gerade in Linux-Kreisen ...

Wen meinst du damit?

> ... sind die Gründe für die Monopolstellung von Mikroweich ja öfter
> mal ein Thema. Dabei kursieren allerlei Theorien, und eher selten
> werden die Gründe bei Linux selbst gesucht. Selbstverständlich ist
> an den meisten Überlegungen bzgl. der MS-Strategien und ihrer
> Erfolge etwas dran - aber: Insgesamt erschließen sich
> Windows-Systeme intuitiver und sind bedienerfreundlicher,

Ich finde Autos mit Schaltgetriebe auch wesentlich intuitiver und
bedienerfreundlicher als mit Automatik (da entscheidet ein Computer,
ob ich einen niedrigeren Gang "möchte", weil ich jeden Augenblick
volles Drehmoment abrufen möchte :o).
Andere Menschen sehen das anders - und, welch Wunder, beide haben
Recht.

> als Linux-Distributionen (noch stärker gilt das für Apple, aber
> dabei verweigern sich viele zu Recht der elitären Preispolitik).
> Daran hat auch Ubuntu bisher noch nicht viel geändert. Unter
> Windows zum Beispiel läuft sehr viel mehr "Out of the Box", als
> unter Ubuntu, was Anwendern oft erspart, sich mit teilweise
> komplexen Themen auseinandersetzen zu müssen.

... wie z.B. USB 3.0 oder WPA oder auch einfach nur eine sinnvolle
Firewall. Von LVM oder Virtualisierung ganz zu schweigen.
Oder diverse Media-Formate, die der WMP nicht abspielt.

> Linux ist vielen zu sperrig. Relativ gesehen setzt Linux viel mehr
> voraus. Wer die Voraussetzungen nicht erfüllt, hat es
> vergleichsweise sehr viel schwerer, mit Linux-Distributionen zu
> arbeiten, als mit Windows. Es erfordert größeren Einsatz, ggf. sehr
> viel mehr Zeitaufwand, etc.

Ich richte Linux-Systeme für Endanwender ein, alles funktioniert und
sie sind glücklich. Weil es läuft und sie keine Chance haben, daran
etwas zu ändern ;) (mal abgesehen davon, dass ich ihnen die GUI
installieren und einrichten kann, die sie als intuitiv empfinden).

Natürlich ist das "gesparte" Geld für die M$-Lizenz dann doch wieder
ausgegeben - aber die User wissen auch, wofür :)

> Meine anfängliche Euphorie ist jedenfalls weg, und - anders als am
> Anfang - würde ich unbedarften Anwendern oder solchen mit wenig
> Kenntnissen, Linux nun nicht mehr empfehlen - es sei denn, ich
> meine es im Einzelfalls besonders gut mit jemandem und bin bereit,
> öfter mal Zeit für Hilfestellungen zu investieren ;-)

Der unbedarfte User steht bei Windows genau so vor einem für ihn
völlig unverständlichen System. Vorteil ist vielleicht, dass er
schneller jemanden findet, der meint (!), sich damit auszukennen ;)

--
LG Maxx

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Re: 5 Jahre aktuellste Software ?

Karl Vajda-2
In reply to this post by Rainer-17
> Gerade in Linux-Kreisen sind die Gründe für die Monopolstellung von
> Mikroweich ja öfter mal ein Thema. Dabei kursieren allerlei Theorien,
> und eher selten werden die Gründe bei Linux selbst gesucht.

Selbstkritik und - reflexion sind mal überaus wichtig.

> Selbstverständlich ist an den meisten Überlegungen bzgl. der
> MS-Strategien und ihrer Erfolge etwas dran - aber: Insgesamt
> erschließen sich Windows-Systeme intuitiver und sind
> bedienerfreundlicher, als Linux-Distributionen (noch stärker gilt das
> für Apple, aber dabei verweigern sich viele zu Recht der elitären
> Preispolitik).

Da kann ich mit gar nicht einverstanden sein. Auch Micro$oft ändert oft an den Bedienerflächen (im Officebreich z.B., was bei Libre Office schier unmöglich wäre, hoff' ich als einfacher und verängstigter Anwender zumindest.)

> Daran hat auch Ubuntu bisher noch nicht viel geändert.

Lange Zeit war Ubuntu die Umsteigefläche Nr. 1 für Windows-Aussteiger. Nicht nur in Deutschland, sondern auch sonst in Europa (in Ungarn z.B.). Daß jetzt - laut Statistiken von Distrowatch - Linuxmint stark in die Überholspur wechselt, ändert an den Verdiensten von Ubuntu wenig. Auch ist sie in gewissen Regionen der Erde überhaupt das einzige Betriebssystem, das man sich leisten kann. Von der Perspektive kleiner Sprachen aus gesehen, ist die Leistung von Linux womöglich noch größer. Die Sprachen, die Linux "spricht", Windows aber nicht für marktrelevant erachtet, belaufen sich auf Hunderte.

> Meine anfängliche Euphorie ist jedenfalls weg, und - anders als am
> Anfang - würde ich unbedarften Anwendern oder solchen mit wenig
> Kenntnissen, Linux nun nicht mehr empfehlen - es sei denn, ich meine es
> im Einzelfalls besonders gut mit jemandem und bin bereit, öfter mal
> Zeit für Hilfestellungen zu investieren ;-)

Das kann ich nicht nachvollziehen. Linux in der "dümmsten" Ausgabe ist mit Größenordnungen leichter zu verwenden als Windows. Man hat unter Linux für alles, was ein durchschnittlicher Anwender im Alltag und an hohen Feiertagen braucht. Das sehe ich an meinen Kindern. In der Schule begegnen sie nur Windows, bei mir jedoch bekommen sie außer Linux nichts zu sehen. Ohne die geringste Schwierigkeiten malen, spielen, browsen und setzten sie Texte für die Schule auf (ich habe sie nie eingefürt, sie entdecken sich alles intuitiv).

Ich ärgere mich darüber krumm, daß in Ungarn an den Hochschulen und Universitäten immer noch nahezu alles mit Windows unterrichtet wird, selbst die Prüfungen werden "linux- und gnufrei" abgewickelt. Die dabei entstehenden Probleme müssen dann die Studenten selbst ausbaden. Von dem Geld, das man so vergeudet, ganz zu schweigen. Gerade in Prüfungssituationen zeigen sich Schwächen der Windows-Umgebung als besonders verhängnisvoll. Das sind zumeist Bugs, die es so in Linux gar nicht gibt oder geben würde.

Ich weiß, ich bin nur ein Humanwissenschaftler, dessen Wort in bitbesessenen Kreisen nichts gilt, aber Linux ist doch die erste richtig offene Initiative der gesamten Kulturgeschichte, an der sich die ganze Menschheit beteiligt (z.B. als herummeckernder Anwender). Das ist schon etwas, was nicht genügend gelobt werden kann.

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Re: 5 Jahre aktuellste Software ?

Karl Vajda-2
In reply to this post by Stefan Luetje
> Mir ist es ziemlich wurscht, ob Linux sich nun noch weiter verbreitet,
> oder nicht und ich versuche auch keine User anderer Betriebssysteme zu
> missionieren. Wenn nun ein anderer Linux User meint, er müsse sich über
> einen noch so kleinen Zuwachs der Linux-Gemeinde freuen, dann gönne ich
> ihm diese Freude, auch wenn ich die nicht nachvollziehen kann.

Deine Gunst in aller Ehren, aber wenn dir Schnuppe ist, ob sich Linux verbreitet oder nicht, dann sollte dir auch ziemlich egal sein, ob Linux Ähnlichkeiten mit einem Virus hat (sich vebreitet, anpaßt, mutiert etc.), oder nicht. (Hättest du ansonsten Recht, dann wüßtest du gar nichts von Linux: Linus würde allein daran herumflicken und niemandem ein Sterbenswörtchen über sein Projekt verraten haben. Linus hat aber geniest, und der Virus begann sich zu verbreiten. Ehrlich gesagt, hörst du dich auch ziemlich heiser an...)

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Re: 5 Jahre aktuellste Software ?

Rainer-17
In reply to this post by MaxXim
Hallo Maxx,

Am Wed, 11 Jul 2012 11:45:52 +0200
schrieb Maxx <[hidden email]>:

>
> >
> > Soweit es Ubuntu und/oder Canonical betrifft, ist die genannte
> > Fehlannahme selbst eine Fehlannahme. Ubuntu ist IMO darauf angelegt,
> > die Massen zu gewinnen:
> >
> > "“It feels pretty clear to me that the open process produces better
> > stuff,” Mr. Shuttleworth said. Such talk from a man willing to
> > finance software for the masses — and by the masses — inspires
> > those who see open source as more of a cause than a business model."
>
> Genau - es ist eben kein Geschäftsmodell. Darum sind Marktanteile
> auch nebensächlich.
>
Haste Dir natürlich den Sekundäraspekt 'rausgepickt. Hier ging es um
den Gedanken: Ist es tatsächlich eine Fehlannahme, dass Linux sich
verbreiten will? Nein, ist es nicht. Shuttleworth hat die Massen "im
Auge". Die will er erreichen (was ihm aber bisher noch nicht gelingt).

Viele Grüße

Rainer

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Re: 5 Jahre aktuellste Software ?

Stefan Luetje
In reply to this post by Karl Vajda-2
Am 11. Jul 2012 um 12:41 CEST schrieb Karl Vajda:

> > Mir ist es ziemlich wurscht, ob Linux sich nun noch weiter
> > verbreitet, oder nicht und ich versuche auch keine User anderer
> > Betriebssysteme zu missionieren. Wenn nun ein anderer Linux User
> > meint, er müsse sich über einen noch so kleinen Zuwachs der
> > Linux-Gemeinde freuen, dann gönne ich ihm diese Freude, auch wenn
> > ich die nicht nachvollziehen kann.
>
> Deine Gunst in aller Ehren, aber wenn dir Schnuppe ist, ob sich Linux
> verbreitet oder nicht, dann sollte dir auch ziemlich egal sein, ob
> Linux Ähnlichkeiten mit einem Virus hat (sich vebreitet, anpaßt,
> mutiert etc.), oder nicht. (Hättest du ansonsten Recht, dann wüßtest
> du gar nichts von Linux: Linus würde allein daran herumflicken und
> niemandem ein Sterbenswörtchen über sein Projekt verraten haben. Linus
> hat aber geniest, und der Virus begann sich zu verbreiten. Ehrlich
> gesagt, hörst du dich auch ziemlich heiser an...)
Wenn Linux tatsächlich ein Virus ist, dann aber ein sehr wählerischer,
der gar nicht versucht jeden zu befallen. ;-)


Gruß
Stefan

--
Stromberg: "Wollt nur mal gucken wie ihr so klar kommt ohne mich" Tanja: "Ja,
  im Prinzip läuft's!" Stromberg: "Ja die Russen haben meinem Opa nen Bein
    weggeschossen, der lief auch, im Prinzip, aber die Frage ist ja wie?"

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Re: 5 Jahre aktuellste Software ?

Karl Vajda-2

> Wenn Linux tatsächlich ein Virus ist, dann aber ein sehr wählerischer,
> der gar nicht versucht jeden zu befallen. ;-)
Darauf vertröstet sich wahrscheinlich jeder selbstbewußte Grippenvirus,
nachdem er sich im menschlichen Immunsystem verfangen hat. -- Es geht
doch nur um eine Metapher, die ausdrücken will, daß ein Projekt, das
Massenzüge angenommen hat, auch den inneren Drang hat, Massen zu
erreichen, Massen zu entsprechen, Massen gegenüber Verantwortung zu
tragen. Ob es Einzelne wahrhaben wollen oder nicht.

Zitat von der deutschen Ubuntu-Site (Was ist Ubuntu? <
http://wiki.ubuntuusers.de/Was_ist_Ubuntu>). " Wir haben für diese
Linux-Distribution den Namen Ubuntugewählt[das Zulu-Wort drückt
bekanntlich aus, daß man sich dessen sehr wohl bewußt ist, selbst ein
Teil von etwas Größerem und Umfangreicherem zu sein, Ubuntu meint somit
die Bereitschaft, über uns hinauszuwachsen, hinauszudenken], weil wir
glauben, dass er die Grundgedanken des Miteinander-Teilens und der
Kooperation perfekt trifft, die für die Open-Source-Bewegung so wichtig
sind. In der Welt der freien Software arbeiten wir freiwillig zusammen,
um Software zu schaffen, die allennützt[wenn "alle" keine
Massenverbreitung meint, dann was in aller Welt?]. Wir verbessern* die
Werke Anderer, die wir frei erhalten haben, und teilen unsere
Erweiterungen auf der gleichen Basis mit Anderen."

*Aktuelle Frage in bezug auf die Bugs: Begreift nun das Wort Verbessern
auch die Tätigkeit des Ausbessern ein?


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Re: 5 Jahre aktuellste Software ?

Michael Höhne
In reply to this post by Rainer-17
Hallo Rainer,

> > > Das so viele (immer noch) Windows verwenden, liegt schlicht daran,
> > > dass kaum jemand weiß, was ein Betriebssystem ist, oder wozu es da
> > > ist.
> > >
> > So und nicht anders ist es!!!!!!!!!!!!
> >
> Nein, so ist es nicht - da nützen auch, Frank, Deine 12 Ausrufezeichen
> nichts.

Doch! Genau so ist es!

Microsoft erfüllt keine Kundenwünsche, sondern erzieht sich seine
Kunden in die gewünschte Richtung. Die meisten verstehen unter
Computer eben einen PC mit Windows, diese Kombi wird ja auch ständig
verkeuft. Das es noch anderes gibt, interessiert kaum jemanden. In
dieser Beziehung neues probieren? Lieber nicht.... Wat de Bur nich
kennt, dat frett he nich! (Hochdeutsch: Was der Bauer nicht kennt, dass
frisst er nicht!).

So verkauft sich Windows eben wie geschnitten Brot.

Bei den Office-Produkten ist das ähnlich: Die meisten Normaluser
haben kaum Ahnung von den Grundbegriffen der Textverarbeitung und
würden prima mit einem einfachen Programm klar kommen. Nehmen die
Wordpad oder ähnliches? Nein! Und auch Openoffice ist vielen nicht
"gut" genug, es muss das Original Office von Microsoft sein.

Damit dann der Normaluser damit auch halbwegs ansehnliche Texte
produzieren kann, ohne irgendwas zum Thema Textverarbeitung lernen zu
müssen, wird dann eine Oberfläche drüber gestülpt, die es dem Laien
ermöglicht, den Text halbautomatisch zusammen zu klicken.  

> Gerade in Linux-Kreisen sind die Gründe für die Monopolstellung von
> Mikroweich ja öfter mal ein Thema. Dabei kursieren allerlei Theorien,
> und eher selten werden die Gründe bei Linux selbst gesucht.

Woher kommt dieser Gedanke, das Linux nur dazu da wäre Windows
Konkurrenz zu machen? Mir ist es nicht besonders wichtig, dass jeder
mein Betriebssystem benutzt. Gute Opensource gibt es mittlerweile auch
für Windows oder MAC. Möge jeder das Betriebssystem nutzen, dass ihm
besser gefällt (oder das ihn am wenigsten nervt ;-) ). Was ich
überhaupt nicht leiden kann, sind proprietäre Dateiformate...

> Selbstverständlich ist an den meisten Überlegungen bzgl. der
> MS-Strategien und ihrer Erfolge etwas dran - aber: Insgesamt
> erschließen sich Windows-Systeme intuitiver und sind
> bedienerfreundlicher, als Linux-Distributionen (noch stärker gilt das
> für Apple, aber dabei verweigern sich viele zu Recht der elitären
> Preispolitik).

Sorry, aber du hast die Zeiten offenbar nicht mitgemacht, als Windows
begann, sich gegen AmigaOS/AtariTOS/... zu stellen: Fast jeder
Hersteller hatte gute intutive Oberflächen (ich mag meine
Amiga-Workbench immer noch!) während Windows eher bemitleidenswert war.
Es hat etliche Jahre gedauert, bis Windows halbwegs mithalten konnte.

Alleine dies ist ein Zeichen, dass es an ganz anderen Dingen lag, dass
sich Windows letztlich durchgesetzt hat. Aber die ganze Geschichte hier
aufzuschreiben, wäre nun endgültig O.T.


> Meine anfängliche Euphorie ist jedenfalls weg, und - anders als am
> Anfang - würde ich unbedarften Anwendern oder solchen mit wenig
> Kenntnissen, Linux nun nicht mehr empfehlen - es sei denn, ich meine
> es im Einzelfalls besonders gut mit jemandem und bin bereit, öfter mal
> Zeit für Hilfestellungen zu investieren ;-)

Ich habe 8 (acht) völlig durchschnittliche Gelegenheitsuser, die von
mir ein Ubuntu (derzeit 10.04 LTS) eingerichtet bekommen haben. Ich
habe ihnen das System mit Firefox/Thunderbird/LibreOffice eingerichtet,
weil einige diese Programme schon unter Windows eingesetzt haben.

Einer hat sich nach einigen Wochen zu WinXP abgesetzt, weil es ihm zu
kompliziert war, die Speicherkarte seiner Kamera in ein Lesegerät zu
stecken. Die Kamera kann aber nur mit Win-Software als Speichergerät
einzubinden geht...

Zwei weitere hatten Probleme, weil sie hin und wieder spezielle
Win-Software brauchen: Die haben nun einen virtuellen WinXP-Rechner
(Virtualbox sei Dank) und sind nun zufrieden.

Die restlichen fünf arbeiten still vor sich hin und haben noch nichts
gefunden, was sie stören würde.

Was soll das jetzt beweisen? Nichts ;-) Außer, dass es solche und
solche gibt.

Wenn du mit Windows besser klar kommst, warum nutzt du es denn nicht?
Es ist doch keine Schande etwas anderes als Linux zu benutzen.

Gruß,
Michael

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Re: 5 Jahre aktuellste Software ?

Ralf Lehmeier
In reply to this post by MaxXim
Maxx schrieb:
> Hallo Ralf, Hallo alle anderen
>
> Und erst mal ganz kurz an Micha: Danke :)

...


> Bei LibreOffice (um mal bei dem Beispiel zu bleiben) musst du für
> Linux die Version herunterladen und installieren, die zu deiner
> Distri passt. Aber dann funktioniert es auch.

Da habe ich leider schon andres erlebt.

> Bei Windows fällt die Entscheidung einfacher, da es da IMHO nur eine
> 32-Bit-Version gibt. Wenn aber bestimmte Bibliotheken in Windows
> fehlen, musst du die auch erst händisch installieren.

Habe ich noch nicht gehabt.

>
>> Ob er das Paket für Libreoffice ( oder ein anders Programm ) selber
>> erstellt oder Libreoffice das Paket anpasst und auf einen vom
>> Distributon vorgesehenen Platz legt ist mir ja egal, Hauptsache es
>> kommt fuktionsfähig bei mir an.
>
> Kommt es doch.

...

>
> Du scheinst ein Problem mit deinem IT-Wissen zu haben. :)

Mag sein, ich bin kein Profi sondern ein Anwender der bei Problemen
recherchiert und gegebenenfalls in einer Newsgruppe postet.

> Oder mit deiner Konzentration bei der Systeminstallation. Denn eine
> Ubuntuinstallation wird eine Windowspartition nicht anfassen, wenn du
> es nicht ausdrücklich so angibst. Schlimmstenfalls startet Windows
> auch nicht mehr, weil der MBR der Platte überschrieben wurde. Um den
> aber wieder herzustellen, muss man nicht das Windows komplett neu
> installieren ;)

Normalerweise nicht aber in dem Fall schon. Jedenfalls blieb mir nichts
anderes übrig.

>
>>> Wir halten also fest: Wenn du mit Windows arbeitest, bekommst du
>>> ein LTS-System, dass du selber mit Software versorgen musst. Du
>>> bekommst von Hersteller keinerlei Unterstützung für
>>> Fremd-Software, sondern darfst dich dort selber um eventuelle
>>> Upgrades kümmern.
>>
>> Muß ich bei Ubuntu und Co auch. Was ich erwarte ist das die
>> Mitgelieferte Software aktualisiert wird. Ob der Distributor dies
>> selber macht, machen läßt oder eine Übereinkunft mit dem Hersteller
>> der Software trifft ist nicht mein Problem.
>
> Nein, bei Ubuntu bekommst du regelmäßig Sicherheitspatches und
> -updates für die gesamte mitgelieferte Software und nicht nur für
> das Betriebssystem. Und das kostenlos.

Dann ist die Auskunft

>
>>> Für das Geld,
>>> das du investiert hast, bekommst du nur das System und die
>>> Sicherheitspatches.
>>
>> Ich habe nur mal ca. 20 € ausgegeben um ein Win XP zu erweben
>> ( wegen der Lizenz ), ansonsten war es immer beim Rechner dabei
>> ( Ok, das war dannmit eingepreist ), was auch keinen großen
>> Unterschied machte.
>
> Ist eine Mischkalkulation - dein Problem, wenn du beim Kauf ohne
> Windows den Preis nicht weiter drücken kannst ;)

Ich hatte noch einen alten Rechner und wollte ihn mit XP beglücken -
also nichts zu drücken. ;-)

>
>>> Bei Debian/openSUSE/Ubuntu/... bekommst du für "Kostnix" nicht nur
>>> das Grundsystem, sondern auch eine riesige Auswahl an
>>> Fremdsoftware, die z.T. an das entsprechende System angepasst
>>> wurde.Für die entsprechende "Laufzeit" deiner Version bekommst du
>>> nicht nur Sicherheitspatches für das Grundsystem, sondern auch
>>> für die entsprechende Fremdsoftware. Dabei kannst du dir sogar
>>> noch aussuchen, ob du lieber XFCE/LXDE/Gnome/KDE/... als Desktop
>>> verwenden möchtest.
>>
>> Richtig, aber die größte Gratissoftwaresammlung ist wertlos wenn
>> Bugs für eine eingeschränkte oder gar unbrauchbare Nutzung sorgen.
>
> Gibt da so einen Spruch: Der größte Bug befindet sich in der Regel
> vor dem Monitor.

Wenn die Software einen Bug hat dann muß der Fehler aber vor der
Veröffentlichung davor gesessen haben.

...

>> Was nützt es mir wenn ich eine Software habe die die Funktionen X,
>> Y und Z haben soll diese Funktionen aber wegen Bugs nicht zu nutzen
>> sind. Solche Programme sind wertlos. Fehler können vorkommen müßen
>> dann aber auch gefixt werden damit sie so zu gebrauchen sind wie es
>> vom Nutzer erwartet werden kann.
>
> Es gibt bei der Komplexität heutiger EDV-Systeme keine
> Fehlerfreiheit.

Eine 100%ige Sicherheit gibt es nicht - aber man kann sich bemühen sie
schnellstmöglich zu beseitigen und Fixes die nicht sicherheitsrelevant
sind aber die Benutzern zugesagte Funkionen betreffen gehören ebenfalls
dazu.

...

>>> Das einzige, was bisher nicht so schön war: Nach maximal 3 Jahren
>>> ist eine neue Version fällig, was manchmal zu Problemen führen
>>> kann, wenn beim Dist-Upgrade bestimmte Programme nicht mehr zur
>>> Verfügung stehen o.ä.. Wobei du diese Problematik auch mit jeder
>>> neuen Windows-Version bekommst.

Wenn ich ein Produkt wie Linux nutzen soll dann erwarte ich auch
besseres als bei Windows ( was nicht schwer sein sollte ).
Es ist mir auch klar das es Probleme geben könnte aber wer ein
Dist-Upgrade anbietet der sollte auch wissen was in seiner vorigen
Version war und was er nun über Bord geworfen hat und das er dies nun in
irgendeiner Form wieder grade ziehen muß.

>> Was die Distupgrades angeht so habe ich bei Debian 4 => 5=> 6
>> erstaunlich wenig Probleme gehabt. Sie liefen sauber durch. Respekt
>> für diese Arbeit. Das würde ich bei Windows nie riskieren.
>> Anders Ubuntu, dort habe ich teilweise massive Probleme bekommen so
>> das ich um ein neues aufsetzen nicht herum kam. Nach dem 2 x habe
>> ich nur noch neu aufgespielt, was auch nicht im Sinne des Erfinders
>> sein kann.
>
> Warum bleibst du dann nicht bei Debian?

Zu alte Anwendungssoftware? Neue kommt nicht schnell genug durch. Aber
diese Debatte hatten wir hier ja schon.

> Übrigens laufen die Ubuntu-Upgrades wunderbar durch, solange man nur
> Ubuntu-Software im System hatte.

Richtig , Aber die Anwendungssoftware ist leider nicht so aktuell wie
ich sie gern hätte.

Wenn man selbst dran rumgefrickelt
> hat, gibt es da unter Umständen Probleme - das ist doch aber auch
> nachvollziehbar, oder?

Was heißt für dich rumfrickeln, ist da etwa das einbinden von Backports
schon mit drin? Wenn ja dann siehe oben.

>
>>> Nun gibt es also auch eine Linux-LTS-Version, die es in der
>>> Laufzeit mit Windows aufnehmen kann. Also? Wo ist das Problem??
>>
>> Mein Problem war nie die Laufzeit ( 10 Jahre wäre sogar besser)
>> sondern das die mitgelieferte Software ( Anwendersoftware, nicht
>> das OS )nicht aktualisiert wird.
>
> Noch einmal - niemand hindert dich, wie bei Windows die
> Anwendersoftware direkt vom Hersteller zu beziehen und so aktuell zu
> halten.
>
>> Ich arbeite lieber mit aktuellen Versionen, schon wegen der
>> Bugfixes, Stabilität und neuer Features. Im Laufe der Zeit gibt es
>> halt Verbesserungen die ich gern nutzen möchte. Ob diese Zeitnah
>> mit der Veröffentlichung ( bei Libreoffice ca. alle 6 Wochen ) oder
>> in Blöcken geschieht ( vielleicht alle 3 - 6 Monate ) ist eine
>> andere Geschichte.
>
> Dann bist du eh nicht der Typ, für den die LTS-Versionen gedacht sind.

Wer ist es denn dann? Einmal installieren und dann nur Bugfixes - dann
bin ich wieder bei Debian Stable. Denn es wurde hier ja mehrfach
geschrieben das die Anwendungssoftware nicht aktualisiert wird.

>
>>> p.s.: Das Microsoft seinen Marktanteil damit erworben hat, dass es
>>> bei der Weiterentwicklung auf die Wünsche der Benutzer gehört
>>> hätte, halte ich für ein unbelegtes Gerücht....
>>
>> Ich habe nicht gesagt das Microsoft die Nummer 1 geworden ist weil
>> sie auf den Anwender gehört haben sondern das Sie ihre Zeit genutzt
>> haben um ihre Position zu stärken. sie haben Versionen angekündigt
>> um ihre Kunden abzuhalten was anderes zu kaufen, waren Agressiv
>> genug um bei Fehlern ( Im Internet ist nicht für uns zu verdienen )
>> schnell genug ihr eigenes Produkt ( Internet Explorer )in den Markt
>> zu drücken etc.
>>
>> Microsoft ist durch erstklassiges Marketing soweit gekommen nicht
>> durch erstklassige Programmierkunst.
>
> Wunderbar auf den Punkt gebracht.
> Und du hast auch in etwa eine Ahnung davon, wie groß der Anteil für
> Marketing und Vertrieb in solchen Produktpreisen ist?

Was interessiert mich der Preis wir reden hier über Marktanteile die
Linux verspielt weil der Anwender nicht ernst genug genommen wird.

>> Wer Microsoft Kunden abnehmen will muß nicht nur wesentlich besser
>> sein sondern auch den Kunden wesentlich stärker im Auge haben -
>> egal ob er ein kommerzielles Produkt hat oder nicht und das ist
>> meine Aussage gewesen. Linux wird solange ein Nischenprodukt
>> bleiben wie es den Verantwortlichen nicht gelingt für den Kunden zu
>> arbeiten und nicht nur sein eigenes Ding durchzuziehen ( Friss
>> Vogel oder stirb Philosophie ).
>
> Linux ist nie angetreten, das bessere Windows zu sein oder Windows
> Marktanteile abzugewinnen.

Am Anfang nicht aber inzwischen sind über 20 Jahre vergangen und die
Interessenlagen haben sich teilweise sehr geändert.

Linux ist angetreten, um ein anderes
> Softwarekonzept aufzuzeigen und so Alternativen anzubieten.

Dann ist Ubuntu also auf dem Markt um ein neues Softwarekonzept zu
aufzuzeigen? Wohl kaum, denn der Softwarecenter wird ständig ausgebaut
und um kommerzielle Produkte erweitert.
Ubuntu soll die Basis werden auf dem Produkte verkauft werden. Da ist
auch nichts dagegen einzuwenden denn der Produzent steckt auch Geld
hinein das er gern wiedersehen möchte - mit Verzinsung. Und solange auch
die Opensourcesoftware angeboten wird kann ich damit gut leben.

Dieses Konzept kann aber nur aufgehen wenn die Verbreitung drastisch
steigt - also Marktanteile gewonnen werden. Das wird aber nicht
passieren wenn der Anwender dermaßen ignoriert wird.

Wenn du also glaubst das Linux ein Nischenprodukt sein will dann stehst
du ziemlich einsam da. Es mag sicherlich Menschen geben die nur um den
Selbstzweck ihre Zeit in ein Programm stecken und denen es egal ist ob
es jemand anderes nutzt - der Rest möchte aber durch seine Arbeit
anderen helfen und sich auch einen guten Ruf erarbeiten. Was ebenfalls
legitim ist.

>> ... und hört genau hin dann könnt ihr eine goldene Zukunft haben -
>> denn das bessere Potenzial habt ihr schon. Ansonsten werdet ihr
>> immer weiter aus einem Kellerloch den Himmel bewundern und euch
>> fragen : Warum bin ich nicht dort oben?
>
> Wer ist "ihr"? :o

Alle diejenigen die glauben das sie auf ihrer Insel der Glückseligkeit
alle anderen ignorieren können ohne die Konsequenzen ( Kellerloch )
tragen zu müßen.

MfG R.Lehmeier


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Re: 5 Jahre aktuellste Software ?

Michael Höhne
In reply to this post by MaxXim
Hallo Maxx,

> Der unbedarfte User steht bei Windows genau so vor einem für ihn
> völlig unverständlichen System. Vorteil ist vielleicht, dass er
> schneller jemanden findet, der meint (!), sich damit auszukennen ;)

Du meinst diese Nachbarn, die wissen wo der Einschaltknopf ist und die
schon mal ein Spiel von der ComputerBILD-CD installiert haben, wodurch
sie automatisch in die "Kennt sich voll aus"-Liga aufgenommen wurden ;-)

Gruß,
Michael...

...der immer mal wieder aufräumen darf, was solche "Auskenner"
hinterlassen.

--
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Re: 5 Jahre aktuellste Software ?

Michael Höhne
In reply to this post by Ralf Lehmeier
Hallo Ralf,

>
> Wenn die Software einen Bug hat dann muß der Fehler aber vor der
> Veröffentlichung davor gesessen haben.

> > Es gibt bei der Komplexität heutiger EDV-Systeme keine
> > Fehlerfreiheit.
>
> Eine 100%ige Sicherheit gibt es nicht - aber man kann sich bemühen
> sie schnellstmöglich zu beseitigen und Fixes die nicht
> sicherheitsrelevant sind aber die Benutzern zugesagte Funkionen
> betreffen gehören ebenfalls dazu.

Hast du schon mal mit Software-Entwicklung zu tun gehabt? Ich gestehe,
dass es bei mir nun auch schon 15 Jahre her ist, aber ich habe damals
bei einer Geophysik-Firma gearbeitet und selber in einem Team
Softwareprojekte umgesetzt. Das erste was ich lernen musste: Um den
Zeitplan einzuhalten, muss man gelegentlich das Risiko eingehen, dass
offene Enden übrig sind. Das darf aber nicht dazu führen, dass das
Resultat _instabil_ ist! Fehlerfreiheit ist aber eher zweitrangig.

Die Lieblingsansage unseres Chefprogrammierers zu neuen Versionen:
Verhältnis von gefixten Bugs in alten Features gegen zusätzliche Bugs in
neuen Features ca. 1:5. Und damit hatte er meist recht...

Das einer der Gründe warum ich erst ein Up"grade" mache, wenn es sein
muss!

> Wer ist es denn dann? Einmal installieren und dann nur Bugfixes -
> dann bin ich wieder bei Debian Stable. Denn es wurde hier ja mehrfach
> geschrieben das die Anwendungssoftware nicht aktualisiert wird.

Ubuntu bringt deutlich mehr Treiber mit. Ich bin zwar kein Fan von
proprietären Treibern, aber wenn die Hardware schon da ist, ist das
eine angenehme Erleichterung.

> Alle diejenigen die glauben das sie auf ihrer Insel der
> Glückseligkeit alle anderen ignorieren können ohne die Konsequenzen
> ( Kellerloch ) tragen zu müßen.

Ich für mein Teil fühle mich in meinem "Kellerloch" sehr wohl. Ich
strebe nicht nach dem ultimativen Spitzenplatz, sondern nach
Zufriedenheit. Und Linux macht _mich_ zufriedener als Windows. Schade
wenn das bei anderen nicht so ist, aber ich kann damit leben ;-)

Gruß,
Michael


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Re: 5 Jahre aktuellste Software ?

Frank-35

> Ich für mein Teil fühle mich in meinem "Kellerloch" sehr wohl. Ich
> strebe nicht nach dem ultimativen Spitzenplatz, sondern nach
> Zufriedenheit. Und Linux macht _mich_ zufriedener als Windows. Schade
> wenn das bei anderen nicht so ist, aber ich kann damit leben ;-)

Du sprichst mir aus der Seele, Michael.

Ich bin auch so einer der sich bei Linux wohl fühlt, und Probleme die
ich hatte wurden immer hier auf der Liste gelöst, also bin ich ZUFRIEDEN




--
            Schöne Grüße Cooldriver Frank  
             
         UBUNTU LINUX Lucid Lynx 10.04 (LTS)
                XFCE und Claws Mail
                Dell Inspiron 6400

           Mögen hätte ich schon wollen,
      aber dürfen habe ich mich nicht getraut.
                  Karl Valentin

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Re: 5 Jahre aktuellste Software ?

Karl Vajda-2
In reply to this post by Ralf Lehmeier
> Linux ist nie angetreten, das bessere Windows zu sein oder Windows
> Marktanteile abzugewinnen.

Für viele Laien bedeutet Windows soviel wie Betriebssystem. Linux
wollte nie wie Windows sein, aber Linux wollte schon immer ein
zuverläßiges Betriebssystem und dann später sogar eine Ansammlung
freier Softwares sein (beides hängt zusammen: Das OS Linux schleust
Softwareentwicklung in ein vom Operationssystem gediegenes Flußbett
[optimierte Paketverwaltung]). Als OS faßt sich Linux also schon seit
Mitte der 90er Jahre sehr wohl als Konkurrent und Herausforderer
geschlossener (und anderer offener) Betriebssysteme.

In der Situation eines Wettbewerbs entscheiden bei weitem nicht
nur Absichten. Die gegebene Situation sorgt schon für ein
entsprechendes Selbstverständnis, das sich je nach Lage des Wettbewerbs
dynamisch ändern kann. Der Ubuntu-Verein <http://verein.ubuntu-de.org/>
hat z.B. sehr wohl das Ziel, Wissenschaft, Forschung und Bildung zu
fördern. "Dies wird verwirklicht durch die Förderung freier Software.
So können wir den Weg in eine Zukunft ebnen, die jedem – und zwar
unabhängig vom finanziellen und gesellschaftlichen Status – Zugang zu
Bildung ermöglicht." Versteht der Ubuntu Verein unter freier Software
etwa BSD, oder Thunderbird for MacOs? Ich glaube nicht, daß da jemand
unter euch frappierend Ja sagt und dabei auf seine Beredsamkeit stolz
ist. Ubuntu bietet Ubuntu, also sich selbst an. Ubuntu bringt sich unter
die Leute. Ubuntu vermarktet sich. Ubuntu ist ein Marktteilnehmer.
Ubuntu will sehr wohl Marktanteile gewinnen. Gewinnen wie in der
Lotterie? Mitnichten! Gewinnen bedeutet hier abgewinnen,
abtrotzen, abringen. Ich darf noch einmal mit meinen lästigen Fragen
kommen: Etwa ehrwürdigen BDS-Projekten? (Schmunzelt mir doch nicht!
Ironie ist eine ernste Angelegenheit...)

Daß sich der Verein dem Wettbewerb mit Windows stellt, folgt also aus
dem Vereinsziel und der allgemeinen Situation in Deutschland zwingend.
Auch Freiheit hat ihre Zwänge.

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Re: 5 Jahre aktuellste Software ?

MaxXim
In reply to this post by Ralf Lehmeier
Hallo Ralf, Hallo alle anderen

Ralf schrub am Wed, 11 Jul 2012 22:55:30 +0200:

> Maxx schrieb:
> > Oder mit deiner Konzentration bei der Systeminstallation. Denn
> > eine Ubuntuinstallation wird eine Windowspartition nicht
> > anfassen, wenn du es nicht ausdrücklich so angibst.
> > Schlimmstenfalls startet Windows auch nicht mehr, weil der MBR
> > der Platte überschrieben wurde. Um den aber wieder herzustellen,
> > muss man nicht das Windows komplett neu installieren ;)
>
> Normalerweise nicht aber in dem Fall schon. Jedenfalls blieb mir
> nichts anderes übrig.

Es gibt für diesen Fall nur zwei Möglichkeiten:
1. Du hast bei der Installation gesagt, dass die Windows-Partition
   angefasst werden soll (macht man nicht und es wird auch vor
   Verlusten gewarnt) - Urache: mangelnde Konzentration!
2. Die Installation wurde abgebrochen, bevor Grub vollständig
   installiert war. Dadurch kann der MBR der Platte schon
   überschrieben worden sein, aber der Rest noch nicht stehen. Dann
   muss man von einem anderen Datenträger (USB, CD, Diskette) booten
   und den MBR wieder herstellen. Eine Windows-Neuinstallation macht
   das auch - aber eben noch viel mehr. ;)

> >> Richtig, aber die größte Gratissoftwaresammlung ist wertlos wenn
> >> Bugs für eine eingeschränkte oder gar unbrauchbare Nutzung
> >> sorgen.
> >
> > Gibt da so einen Spruch: Der größte Bug befindet sich in der Regel
> > vor dem Monitor.
>
> Wenn die Software einen Bug hat dann muß der Fehler aber vor der
> Veröffentlichung davor gesessen haben.

Wenn die benannte Gratissoftwaresammlung wirklich nur sehr
eingeschränkt oder gar nicht nutzbar ist - Ja.

Wenn nicht - Siehe oben ;)

> > Es gibt bei der Komplexität heutiger EDV-Systeme keine
> > Fehlerfreiheit.
>
> Eine 100%ige Sicherheit gibt es nicht - aber man kann sich bemühen
> sie schnellstmöglich zu beseitigen und Fixes die nicht
> sicherheitsrelevant sind aber die Benutzern zugesagte Funkionen
> betreffen gehören ebenfalls dazu.

Du musst schon den Entwicklern überlassen, wie sie ihre Ressourcen
bei der Fehlerbeseitigung einsetzen.
Da Linux aber ein offenes System ist, kann jeder Bugs beseitigen
(lassen) und dieses Ergebnis der Community zurückgeben - so ist das
Prinzip.
Es steht dir (und jedem anderen) also frei, die Ressourcenbasis zu
vergrößern und dann auch über den Einsatz dieser mitzubestimmen.

> Wenn ich ein Produkt wie Linux nutzen soll dann erwarte ich auch
> besseres als bei Windows ( was nicht schwer sein sollte ).

Da ist also der Wurm drin: deine Erwartungshaltung.
Anscheinend decken sich deine Erwartungen nicht mit dem, was Linux
leisten kann (bzw. bestimmte Distributionen können oder wollen). Dann
musst du woanders suchen.

Ich erwarte kein besseres oder schlechteres System als Windows - ich
erwarte ein System, das meinen Ansprüchen weitestgehend genügt und
das ich ggf. auch weiter an meine Anforderungen anpassen (lassen)
kann. Und das habe ich in Linux gefunden :)
Vielleicht gibt es noch besseres - aber will ich das? Lohnt sich die
Suche danach? Für mich nicht.

> > ...
> > Übrigens laufen die Ubuntu-Upgrades wunderbar durch, solange man
> > nur Ubuntu-Software im System hatte.
>
> Richtig , Aber die Anwendungssoftware ist leider nicht so aktuell
> wie ich sie gern hätte.

Dann musst du selbst Hand anlegen ;)

> > Wenn man selbst dran rumgefrickelt
> > hat, gibt es da unter Umständen Probleme - das ist doch aber auch
> > nachvollziehbar, oder?
>
> Was heißt für dich rumfrickeln, ist da etwa das einbinden von
> Backports schon mit drin? Wenn ja dann siehe oben.

Jepp - es ist dann nicht mehr das "originäre" Ubuntu-System. Es wäre
eine Zumutung, die Upgrade-Routinen auf alle möglichen
Backport-Variationen abzustimmen. Es ist schon schlimm genug, so
viele Hardwarekonstellationen wie möglich zu berücksichtigen.

Und wenn jemand von Backports und anderen Quellen neuere
Programmversionen einspielen kann, dann kann man ihm auch zumuten,
gewisse Stolpersteine bei einem Distri-Upgrade zu parieren ;)

> > Dann bist du eh nicht der Typ, für den die LTS-Versionen gedacht
> > sind.
>
> Wer ist es denn dann? Einmal installieren und dann nur Bugfixes -
> dann bin ich wieder bei Debian Stable. Denn es wurde hier ja
> mehrfach geschrieben das die Anwendungssoftware nicht aktualisiert
> wird.

Nein, bei Debian Stable bist du nicht - aber es ist vergleichbar.
Die LTS-Versionen sind (wie auch Debian-Stable) für die Anwender
gedacht, die ein stabil laufendes, sicheres System brauchen und denen
es egal ist, ob sie die allerneueste Version von diversen Programmen
drauf haben.
Ich sitze auf Arbeit manchmal an Windows-Rechnern, auf denen läuft
noch MS-Office 2000. Auch damit kann man arbeiten ;)

> > Wunderbar auf den Punkt gebracht.
> > Und du hast auch in etwa eine Ahnung davon, wie groß der Anteil
> > für Marketing und Vertrieb in solchen Produktpreisen ist?
>
> Was interessiert mich der Preis wir reden hier über Marktanteile
> die Linux verspielt weil der Anwender nicht ernst genug genommen
> wird.

(Das freie) Linux ist kein Vertriebsprodukt, es wird nicht verkauft
und ist auf keine Marktanteile scharf.
 
> > Linux ist nie angetreten, das bessere Windows zu sein oder Windows
> > Marktanteile abzugewinnen.
>
> Am Anfang nicht aber inzwischen sind über 20 Jahre vergangen und
> die Interessenlagen haben sich teilweise sehr geändert.

Nein, das Grundkonzept ist nach wie vor, eine Alternative anzubieten
- aber nicht, irgend jemand vom Markt zu verdrängen (auch nicht
teilweise).

> > Linux ist angetreten, um ein anderes
> > Softwarekonzept aufzuzeigen und so Alternativen anzubieten.
>
> Dann ist Ubuntu also auf dem Markt um ein neues Softwarekonzept zu
> aufzuzeigen? Wohl kaum, denn der Softwarecenter wird ständig
> ausgebaut und um kommerzielle Produkte erweitert.
> Ubuntu soll die Basis werden auf dem Produkte verkauft werden. Da
> ist auch nichts dagegen einzuwenden denn der Produzent steckt auch
> Geld hinein das er gern wiedersehen möchte - mit Verzinsung. Und
> solange auch die Opensourcesoftware angeboten wird kann ich damit
> gut leben.
>
> Dieses Konzept kann aber nur aufgehen wenn die Verbreitung
> drastisch steigt - also Marktanteile gewonnen werden. Das wird aber
> nicht passieren wenn der Anwender dermaßen ignoriert wird.

Das mag für Ubuntu in Ansätzen so zutreffen - und die Verbreitung von
Ubuntu innerhalb der Desktop-Linuxe ist auch beachtlich.

Und natürlich, auch Linux-Supporter können mehr Geld verdienen, wenn
sie mehr Kunden mit Linux-Systemen haben.

Aber das Grundkonzept von Linux ist nach wie vor: Es ist eine freie,
quelloffene Alternative - ohne direkte Gweinnerzielungsabsicht und
damit auch ohne "Kampf" um Marktanteile.

> Wenn du also glaubst das Linux ein Nischenprodukt sein will dann
> stehst du ziemlich einsam da.

Das habe ich nie behauptet.

> ... der Rest möchte aber durch seine Arbeit anderen helfen und sich
> auch einen guten Ruf erarbeiten.

Genau darum geht es - von Anfang an: Denen, die mit den bestehenden
Systemen nicht zufrieden sind, eine Alternative bieten und damit
ihnen helfen.
Und natürlich entwickelt sich so ein Projekt um so dynamischer, je
größer es wird, je mehr Leute und Firmen sich einbringen und es
vorantreiben. Aber es gibt keinen Kampf von Linux gegen Windows oder
sonstwen (von absurden Patentstreitigkeiten einmal abgesehen).

> > Wer ist "ihr"? :o
>
> Alle diejenigen die glauben das sie auf ihrer Insel der
> Glückseligkeit alle anderen ignorieren können ohne die Konsequenzen
> ( Kellerloch ) tragen zu müßen.

Du siehst dich also nicht als Teil der Linux-Gemeinschaft? Aha ...

--
LG Maxx

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Re: 5 Jahre aktuellste Software ?

Michael Höhne
Hallo Maxx,

> Ich sitze auf Arbeit manchmal an Windows-Rechnern, auf denen läuft
> noch MS-Office 2000. Auch damit kann man arbeiten ;)

Ich habe vor 3 Monaten bei einer kleinen Firma ausgeholfen, die sogar
noch mit der 97er-Variante von Word und Access arbeiten. Da ihnen
Lizenzen fehlten musste ich wegen des Ausbaus fleißig über ebay
einkaufen ;-))

Gruß,
Michael

--
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   / / / / /__/      Michael Höhne /
  /   / / /  /  [hidden email] /
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Re: 5 Jahre aktuellste Software ?

Rainer-17
Hallo Michael und Maxx,

Am Thu, 12 Jul 2012 08:51:26 +0200
schrieb Michael Höhne <[hidden email]>:

> Hallo Maxx,
>
> > Ich sitze auf Arbeit manchmal an Windows-Rechnern, auf denen läuft
> > noch MS-Office 2000. Auch damit kann man arbeiten ;)
>
> Ich habe vor 3 Monaten bei einer kleinen Firma ausgeholfen, die sogar
> noch mit der 97er-Variante von Word und Access arbeiten. Da ihnen
> Lizenzen fehlten musste ich wegen des Ausbaus fleißig über ebay
> einkaufen ;-))
>
Und was soll uns das sagen? Mir sagt es, dass es sowas gibt. Soll auch
noch Leute geben, die sich bis heute gegenüber Allem verweigern, was
nach MS-DOS kam ;-) Repräsentativ aber für die Masse sind sie nicht.
Ich kenne mindestens eine *sehr große* Firma, in der tausende von
Beschäftigten mit der aktuellen Version von MS Office arbeiten.

Ich habe inzwischen mal Revue passieren lassen, wie ich  bis vor vier
Jahren mit w2k gearbeitet habe (dann in etwa bin ich langsam auf Ubuntu
umgestiegen und w2k war/ist für mich nicht mehr Alltag, sondern
Ausnahme). Fazit: Mein Nutzungsverhalten war aus guten Gründen eher
konservativ: Mit Installationen und Konfigurationen wollte ich möglichst
wenig zu tun haben, denn oft sind sie aufwändig und rauben mir Zeit,
die mir an anderen Stellen dann fehlt. Ergo: Updates und Patches wurden
aufgespielt, ansonsten aber nichts verändert. Bin mit den
entsprechenden Festplatten auch mehrmals auf aktuelle Rechner
umgezogen, habe danach in wenigen Minuten kleine Anpassungen
vorgenommen (wg. evtl. vorhandener anderer Grafikkarte, etc.) und hatte
meine Ruhe. In Laufe der  7-8 Jahre wurde *nie* eine Neuinstalletion
notwendig.

Ähnlich sah es bei den Programmen aus: Grundsätzlich habe ich so lange
wie möglich keine neuen Versionen aufgespielt. Wenn sie funktionierten,
blieben sie. Aber: Wenn es in einem Programm Fehlfunktionen gab und es
von einer neueren hieß, sie seien behoben, kam auch die neuere drauf.
Wenn in einer neueren Version ein neues, mir willkommenes oder von mir
gewünschtes Feature bereitgestellt wurde, kam auch sie drauf. Wenn
Hardware-Veränderungen die Installation neuer Treiber oder neuer
Programme erforderlich machten, kamen auch die drauf. Und so weiter.

Letztlich habe ich mich kurz vor meinem Umstieg selbst mal darüber
gewundert, dass ich an den w3k-Rechnern 2 oder 3 Jahre so gut wie gar
nichts mehr machen musste (jedenfalls keine Probleme lösen) und
sie trotzdem fehlerfrei liefen.

Dann geriet ich in den Ubuntu-Hype (allerdings ein zweites Mal: Bei
Ubuntu 6 habe ich nach ein paar Monaten reichlich versenkter Zeit
entnervt aufgegeben). Die Paketverwaltung und die automatischen Updates
- das schien mir der Knaller zu sein und meinem oben beschriebenen
Nutzungsverhalten sehr entgegen zu kommen. Skeptisch war ich zwar wegen
der "kurzen" Laufzeit von LTS (ich hatte mit w2k ja immerhin 7 oder 8
Jahre gearbeitet und wurde in dieser Zeit nicht im Regen stehen
gelassen). Aber die Aussicht darauf, 3 Jahre immer *automatisch* auf dem
aktuellen Stand der Dinge zu sein, war verlockend. Was mir nicht
auffiel: das, worum es hier die ganze Zeit geht: Dass es bei den
Aktualisierungen gar nicht um diesen Gesichtspunkt geht, sondern um
Sicherheits-Updates und Beseitigung *einiger* Bugs. Ob es meine Schuld
war oder nicht, sei mal dahingestellt. Ich behaupte, dass kaum einem
Umsteiger richtig klar ist, dass es keine Programm-Upgrades gibt und
auch nicht alle Bugs beseitigt werden. Die andere Seite der Medaille
war/ist also, dass mit automatischen Aktualisierungen nicht automatisch
und nach und nach die Bugs verschwinden. Wenn ich aus dem Dilemma also
herauskommen will, muss ich das tun, was ich von w2k auch schon kannte:
Programme, die es betrifft, unabhängig von der Paketverwaltung
installieren. Also bin ich wieder da, wo ich unter w2k stand.
Unterschied: Unter w2k war die Installation dann idR wesentlich
einfacher und weniger frickelig, als unter Ubuntu.

Fazit:

Erstens hat Ralf vollkommen recht. Ubuntu - aber das gilt wohl
auch für Linux insgesamt - orientiert sich noch viel zu wenig an der
Masse der Anwender. Die meisten dürften nicht bereit sein, sich bei
Ubuntu auf die (manchmal masochistisch erscheinende) Art den Problemen
zu stellen, wie ich es tue, obwohl es mir nicht schmeckt.

Zweitens ziehe ich aus meinen eigenen Erfahrungen nicht automatisch
Schlüsse auf die "Masse der Anwender". sondern schaue mich um. Dort
aber - in einschlägigen Statistiken über Marktanteile - sehe ich, dass
Linux "seit Ewigkeiten" für die Masse der Anwender keine Alternative ist
(theoretisch zwar ja, aber praktisch nicht): Seit Jahren nutzen 98,5%
bis 99,5% der Anwender *nicht* Linux, sondern andere Betriebssysteme
(vor allem Windows, aber selbst Apple liegt noch deutlich vor Linux).

Drittens: Der geringe Erfolg von Ubuntu wiederum ist gleichzeitig auch
eine richtige Bremse für selbigen: Support-Qualität und -Quantität sind
begrenzt. Es wird nur selten möglich sein, mal eben einen Nachbarn oder
Bekannten zu fragen, wenn man nicht weiterkommt und von der Community
wird nicht jede Frage beantwortet. Ergo bleiben die Probleme liegen und
damit auch der Ärger über Fehlfunktionen. Oder man ist gezwungen,
auf etwas ganz zu verzichten, oder man investiert Energie in die
Suche nach Umwegen. Ist kein Vorwurf an die Community, nur eine
Feststellung.

Viertens (und erstmal "letztens"):
Ralfs Bemerkungen über "Kellerloch und Himmel" treffen durchaus zu: Wer
- wie Ubuntu, respektive Canonical - die Massen erreichen will,
arbeitet bisher am Ziel vorbei. IMO gilt das aber auch für Linux
allgemein (s. Ausführungen von Karl). Sie treffen für diejenigen nicht
zu, die sich auf sich selbst zurückziehen, im Grunde nicht mehr wollen,
als mit einem Betriebssystem zurechtzukommen und - ausgestattet mit
entsprechendem Wissen und entsprechenden Fähigkeiten - zufrieden zu
sein.

Viele Grüße

Rainer

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Re: 5 Jahre aktuellste Software ?

Nils Kassube-2
Rainer wrote:
> Zweitens ziehe ich aus meinen eigenen Erfahrungen nicht automatisch
> Schlüsse auf die "Masse der Anwender". sondern schaue mich um. Dort
> aber - in einschlägigen Statistiken über Marktanteile - sehe ich,
> dass Linux "seit Ewigkeiten" für die Masse der Anwender keine
> Alternative ist (theoretisch zwar ja, aber praktisch nicht): Seit
> Jahren nutzen 98,5% bis 99,5% der Anwender *nicht* Linux, sondern
> andere Betriebssysteme (vor allem Windows, aber selbst Apple liegt
> noch deutlich vor Linux).

Was wird denn als Marktanteil gerechnet? Das ist doch wohl der Anteil
der mit dem jeweils betrachteten Betriebssystem vertriebenen Rechner.
Und da passt Microsoft schon auf, dass neue Rechner eben mit Windows
verkauft werden. Dass die von Dir erwähnten 98,5% bis 99,5% dann dem
Anteil der tatsächlich betriebenen Systeme entsprechen, kann ich nicht
so ganz glauben. Da nehme ich nur mal zwei meiner Rechner als Beispiel:
Die wurden mit Windows verkauft, zählen beim Marktanteil also für
Windows. Sie laufen aber zu >90% der Zeit mit Kubuntu. Das dürfte bei
vielen anderen Linux-Anwendern ähnlich aussehen, aber dazu eine
brauchbare Statistik zu erheben ist wohl etwas wesentlich schwieriger,
als nur einfach Verkaufszahlen zu vergleichen.

Anders sieht es natürlich bei Smartphones aus, wo Microsoft etwas
gepennt hat. Da dominiert Linux inzwischen den Markt:

<http://de.wikipedia.org/wiki/Android_(Betriebssystem)#Verbreitung_und_Erfolg>

Nun gut, bei Smartphones weiß der normale Anwender natürlich gar nicht,
dass es ein Mini-PC mit einem Betriebssystem ist. Aber hier gibt es
offenbar für die Masse der Anwender Linux als Alternative zu Windows.


Nils

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