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5 Jahre aktuellste Software ?

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Re: 5 Jahre aktuellste Software ?

MaxXim
Hallo Rainer, Hallo alle anderen

Rainer schrub am Sun, 8 Jul 2012 19:33:50 +0200:

> Hallo Maxx,
>
> Am Sun, 8 Jul 2012 16:37:31 +0200
> schrieb Maxx <[hidden email]>:
> > > >
> > > Alte Fehler belassen und sie umgehen, statt sie zu beheben - das
> > > hältst Du für professionell?
> >
> > Bekannte Fehler beheben ist durchaus professionell, und das
> > passiert auch regelmäßig.
>
> Eben nicht - nur dann, wenn in irgendwelchen Szenen das
> Protestgeschrei laut genug war/ist, so dass Entwickler die Fehler
> für wichtig genug halten. In einem anderen Posting hatte ich *ein*
> Beispiel unter Ubuntu 10.04 von vielen genannt: Shutdown-Blockade
> bei Nutzung des OOo-Schnellstarters. Den Bug gibt es über 2 Jahre.
> Er wird nicht behoben.

Ist der Bug sicherheitsrelevant? Kann man ihn umgehen?
Willst du lieber diesen Bug in einer neuen Version weg haben, mit der
du dir aber neue, noch unbekannte Bugs evtl. schlimmeren Ausmaßes
einhandelst?
 
> In 8.04 war es zum Beispiel die automatische Anmeldung beim Booten:
> Wurde sie aktiviert, war automatisch auch die Tastaturbelegung mit 2
> Sprachen weggeputzt. Bug wurde vielfach gemeldet (ebenso wie der
> obigen), von den Entwickelern nicht für wichtig gehalten und somit
> nicht behoben.

Ganz ehrlich:
Dieser Bug lässt sich wunderbar umgehen - sogar mit
Sicherheitsgewinn. Einfach die automatische Anmeldung nicht
aktivieren ;)

> > Ich habe in der Regel mehrmals die Woche den
> > Hinweis, für bestimmte Pakete Patches einzuspielen - einige sind
> > sehr wichtig, weil sicherheitsrelevant; andere eher kosmetischer
> > Natur. Und genau deshalb werden sie auch getrennt angezeigt.
> > So habe ICH nämlich die Entscheidungsfreiheit, ob ich auch nicht
> > sicherheitsrelevante Patches einspiele und mir damit ggf. neue
> > Bugs ins System hole
>
> Ich auch, aber ich spreche nicht davon, dass es grundsätzlich keine
> Patches gibt.

Wo ist dann dein Problem?
Sicherheitsrelevante Bugs werden relativ zeitnah beseitigt - und dir
wird bei einer LTS-Version garantiert, dass dies 5 Jahre lang für
diese Version passieren wirst, ohne dass du dein System neu aufsetzen
musst.
Und das alles auch noch völlig kostenlos! Wo gibt es das sonst noch?

> > > Also, da habe ich in punkto Professionalität eine ganz andere
> > > Auffassung.
> >
> > Die sei dir gegönnt, nur ist deine Auffassung dann wenig
> > "professionell" ;)
> >
> Professionell ist, wenn bekannte Fehler behoben werden. Was soll an
> dieser Einstellung nicht professionell sein?

Professioneller EDV-Einsatz ist, ein System, das läuft und das macht,
was es soll, laufen zu lassen und nicht daran "rumzuexperimentieren".

Jeder Eingriff in ein so komplexes System (Millionen von "Schaltern"
in einer CPU, Mrd. von Speicherzellen und Software mit Mio. von
Quellcodezeilen sind sehr komplex) will gut überlegt sein. Der
Aufwand lohnt in der Regel nur für einen relevanten Sicherheitsgewinn.

Unter diesem Gesichtspunkt ist die Beseitigung bekannter, aber nicht
oder wenig relevanter bzw. leicht zu umgehender Fehler zum Preis
eventuell neuer, unvorhersehbarer Fehler wenig professionell.

Professionell ist "Kosten-Nutzen-Relation" zu beachten - im
Privatbereich spielt das keine große Rolle ;)

> Vor drei Jahren habe ich mich mal mit einem Verantwortlichen meiner
> Bank darüber unterhalten, warum sie für das Onlinebanking nicht auch
> ein Browser-Plugin bereitstellt. Im Rahmen dieser Unterhaltung
> erzählte er mir, dass sein Zuhause eine windowsreie Zone sei, ihm
> aber sehr wohl bewusst sei, dass Linux - zuende gedacht und in
> letzter Konsequenz
> - von Amateuren gemacht werde...  

Aha - na, da spricht ja der reine Sachverstand ... :D

Um so mehr muss ich dann bewundern, was diese Amateure so auf die
Beine gestellt bekommen. Und vor allem, dass Mrd.-schwere globale
Konzerne das nicht hinbekommen ;)

> > > Sofern es um Programme geht, wird das in der Windowswelt
> > > meistens ja bekanntlich in verhältnismäßig kurzen Zyklen mit
> > > neuen Versionen angegangen (hier und da auch mal mit Patches) -
> > > bei Ubuntu nicht.
> >
> > Hm - seit ca. 30 Jahren Windows: Windows 1.0, 2.0 3.0 und 3.1
> > (wobei das nun wirklich noch keine Betriebssysteme waren, nur
> > reine GUIs), Windows 95 und 98 (wollen wir ME wirklich
> > mitzählen?), Windows NT, Windows 2000, Windows XP, Windows Vista
> > und nun Windows Seven. Da zähle ich 11 Versionen (die
> > Versionsumfänge Home, Bussines, Premium etc. zähle ich mal
> > nicht). Dazu könnte man noch 4-5 reine Serverversionen zählen.
> >
> Das hast Du 'was falsch verstanden. In erster Linie geht es im
> gesamten Thread nicht um das Grundsystem, sondern um Software - auch
> wenn die Problemstellung natürlich auch für das Betriebssystem gilt.
> Ich jedenfalls habe mich  mit meinem Satz auf die Programme bezogen.

Nunja, Windowswelt kann man sehr eng oder auch sehr weit fassen.
Im übrigen lassen sich auch mit MS-Office 97 noch wunderbar
Serienbriefe und Kalkulationsblätter erstellen, die den meisten
Anforderungen wunderbar gerecht werden ;)

> > Ubuntu gibt es seit knapp 8 Jahren - jedes Jahr gibt es zwei neue
> > Versionen, also im Herbst 2012 die 17 neue Version. Könnte man
> > auch noch unterteilen in Ubuntu und Kubuntu sowie Desktop und
> > Serverversionen (bzw. teilweise auch Netbook-Versionen).
> >
> > Bei Microsoft gibt es einmal im Monat einen Patch-Day, bei Ubuntu
> > gibt es teilweise täglich Patches oder
> > Paketergänzungen/-ersetzungen angeboten.
> >
> Das nützt mir bei Fehlern, die einfach ignoriert werden und liegen
> bleiben, gar nichts.

Ich kenne mich inzwischen in der Windowswelt inzwischen zu wenig aus,
um etwas über die dort vorhandenen Bugs im System konkrete Aussagen zu
treffen. Allerdings kenne ich noch aus früheren Zeiten, dass bei
unerwünschtem Verhalten (wie z.B. dem Programmabsturz mit komplettem
Datenverlust bei Word-Dateien mit deutlich mehr als 50 Seiten) auch
nur der Hinweis kam: "Dann vermeiden Sie doch bitte solche
Situationen". Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich das gravierend
geändert hat. Weil es nicht sicherheitsrelevant und bei Kenntnis
des Fehlers einfach zu umgehen ist.

> > > Professionell wäre dann aus meiner Sicht, Fehler zu beseitigen
> > > und nicht, sie einfach liegenzulassen - und das zukünftig bei
> > > LTS auch noch 5 Jahre lang.
> >
> > Du scheinst immer noch nicht verstanden zu haben, was der Sinn
> > einer LTS-Version ist:
>
> Selbstverständlich habe ich es verstanden.
>
> > Diese Version wird über eine längere Zeit (hier über
> > 5 Jahre) mit regelmäßigen Patches und Sicherheitsupdates zur
> > Fehlerbeseitigung gepflegt. Garantiert!
>
> Weiß ich. Muss ich mich wiederholen? Die Fehlerbeseitigung erfolgt
> nicht konsequent.

Doch - wenn es notwendig ist. Es lohnt nicht, jeden "unschöne"
Programmreaktion, die einfach zu umgehen ist, zu beseitigen.

Im übrigen hast du bei Linux durch die offene Struktur immer die
Möglichkeit, auch selbst Hand anzulegen und so einen Bug oder eine
fehlende Funktion zu fixen.
Ich starte so z.B. Skype über ein Script, dass ein paar
Systemeinstellungen speziell für dieses Programm so anpasst, dass es
nach meinen Wünschen läuft. Immer, egal, wie ich "Skype" aufrufe. :)

Ein Admin in einer professionellen macht das Gleiche, wenn es nötig
ist (er sollte es auch können ;) ). Und er freut sich bei einer
LTS-Version, dass dies auch die kommenden 5 Jahre sicher so
funktionieren wird.

> > Man muss also 5 Jahre lang kein neues System installieren, um
> > eventuell bekannt gewordene Fehler zu beseitigen.
>
> Meine aktuelle Ubuntu-Version ist im April 2010 bereitgestellt.
> Jetzt haben wir Juli 2012. Der OOo-Shutdown-Bug ist nicht behoben.
> Genauso ist es mit anderen Fehlern. Mit einer Behebung während der
> Laufzeit ist nicht zu rechnen, und zukünftig sitze ich dann nicht 3
> Jahre drauf, sondern 5, wenn ich bei einer LTS-Version bleiben
> will.-

Wie schon gesagt: Niemand zwingt dich zur LTS-Version.
Und dieser Bug ist problemlos zu umgehen.

> > Das bedeutet gerade
> > im professionellen Einsatz einen hohen Grad an
> > Investitionssicherheit.
> >
> > Ja, auch eine kostenlose Ubuntu-Installation ist eine
> > Investition. Es kostet Arbeitszeit, ein neues System aufzusetzen,
> > es anzupassen und ggf. auch die Mitarbeiter in neue Funktionen
> > und Programme einzuarbeiten. Gleichzeitig ist für diese Zeit
> > diese EDV nicht voll verfügbar.
> >
> > Außerdem ist ja niemand gezwungen, Ubuntu 12.04 ganze 5 Jahre
> > lang zu nutzen. Die Version 12.10 wird erscheinen, und auch die
> > 13.04 usw. Wer also lieber die neuesten Programmversionen haben
> > möchte (und die eventuell noch vorhandenen Macken und Fehler in
> > Kauf nimmt), der kann das tun.
>
> Zu denen zähle ich nicht: Ich möchte LTS und nicht ständig alles auf
> den Kopf stellen. Ich möchte aber auch, dass eine installierte
> Version sauber funktioniert und eventuelle Fehler in überschaubaren
> Zeiträumen behoben werden.

Linux gibt es zwar kostenlos, aber nicht umsonst.
Warum versuchst du nicht selbst, diesen Bug zu beheben?
Oder bezahlst jemanden dafür, dies zu tun. Oder du schließt dich mit
anderen zusammen, die so ein Bug auch sehr stört - und ihr bezahlt
dann gemeinsam einen Programmierer, der den Fehler behebt.

Kein Programmierer arbeitet kostenlos, auch Linux ist nicht in
kostenfreier Hobbyarbeit zu dem geworden, was es heute ist.

Das Konzept offener, freier Software besteht nicht darin, dass
Idealisten zum Nulltarif Programme entwickeln und fixen, sondern dass
Entwicklungen, die gemacht werden, weil jemand sie braucht oder haben
möchte (und auch von dem, der sie beauftragt, bezahlt werden), allen
anderen kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Dafür kann jeder
alles nutzen und nicht nur das, was er auch bezahlt. Und im
Nebeneffekt können viele es auch nutzen, ohne überhaupt etwas
beizusteuern. Und zwar, weil dieses "Mitnutzen" dessen, was eh schon
vorhanden ist, ja niemandem schadet.

Ich weiß, dass so ein Konzept viele nicht wirklich verstehen können,
weil es den Grundprinzipien kapitalistischer Marktwirtschaft
widersprechen. ;)

> > Wer aber lieber ein rund laufendes, für seine Zwecke weitgehend
> > optimal eingerichtetes System aufgesetzt hat, kann sich so sicher
> > sein, es auch 5 Jahre lang produktiv nutzen zu können und während
> > dieser Zeit
>
> Genau an dieser Stelle kommt es:
>
> > alle wichtigen Fehlerbeseitigungen frei Haus zu bekommen.
> >
> Da liegt der Hase im Pfeffer: Für wen ist was wichtig, und wer
> beurteilt es? Werden Fehler als eher nicht wichtig beurteilt, werden
> sie nicht beseitigt.

Richtig. Kosten-Nutzen-Verhältnis.
Wobei hier "Kosten" nicht vorrangig monetäre Kosten sind, sondern
Ressourcen. Es steht dir frei, Ressourcen für das Fixen von dir
wichtigen Fehlern der Community zur Verfügung zu stellen - genau so
wie es dir frei steht, die Ergebnisse zu nutzen.

> > Was meinst du, warum viele Firmen selbst zu Zeiten von Vista und
> > W7 noch mit Windows 2000 gearbeitet haben? Weil es rund lief und
> > schnell war (auch ohne 2 GB RAM und Quad-Core-Prozessor).
> >
> Exakt: Ich habe schätzungsweise 7 oder 8 Jahre mit Windows 2000
> gearbeitet. Lief bei konsequenter Installation aller Patches absolut
> sauber. *Keine* Fehler.

Warum bist du nicht dabei geblieben?
(Ich kann es übrigens nicht bestätigen, dass W2k fehlerfrei war)

--
LG Maxx

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Re: 5 Jahre aktuellste Software ?

MaxXim
In reply to this post by Jens-Olaf Lindermann
Hallo Jens-Olaf, Hallo alle anderen

Jens-Olaf schrub am Sun, 8 Jul 2012 20:46:43 +0200:
> ...und mir die Kritik von Debian ansehe, dann frag ich mich, was die
> Liste da oben soll.

Niemand ist gezwungen, Ubuntu zu verwenden.
Ein Umstieg auf Debian ist relativ einfach und für den User kaum
bemerkbar (im professionellen Umfeld).

Das ist doch das schöne an Linux: Jeder kann sich die Distribution
aussuchen, die seinen Vorstellungen am ehesten entspricht. Bis hin zu
kostenpflichtigen Enterprise-Distris.

> > Das Problem lässt sich halt relativ einfach dadurch beheben, dass
> > man den Schnellstarter nicht aktiviert (das ist die
> > Standardeinstellung), daher hat der Bug keine Priorität.
>
> Das Problem mit der wegfliegenden Kofferraumtür liegt daran, daß sie
> nicht darauf ausgerichtet ist, mal ein längeres Brett zu
> transportieren. Transportieren Sie also kein längeres Brett in Ihrem
> Auto! (Merkste was?)

Richtig - benutze ein Auto zu dem Zweck, für den es vorgesehen ist -
und alles ist chic ;)

> > Für die großen Projekte sind fast immer professionelle
> > Projektmanager verantwortlich, die für ihre Arbeit bezahlt
> > werden. Ein großer Teil der Arbeit wird auch von professionellen
> > Programmierern geleistet.
>
> Debian? Gentoo?

Ja, auch da.

--
LG Maxx

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Re: 5 Jahre aktuellste Software ?

Rainer-17
In reply to this post by Florian Diesch
Am Sun, 08 Jul 2012 20:20:29 +0200
schrieb Florian Diesch <[hidden email]>:

>
> > Eben nicht - nur dann, wenn in irgendwelchen Szenen das
> > Protestgeschrei laut genug war/ist, so dass Entwickler die Fehler
> > für wichtig genug halten.
>
> Die Zeit der Entwickler ist begrenzt und ziemlich knapp. Zeit, die in
> Bugfixes investiert wird, fehlt daher immer auch woanders. Es ist
> daher notwendig, dass man sich als Entwickler Gedanken über das
> Verhältnis von Aufwand und Nutzen macht:
>
An dieser Stelle ist der Kern des Problems angesiedelt. Einerseits ist
das alles frolgerichtig, was Du schreibst. Andererseits ergibt sich für
Anwender im Alltag daraus das hier diskutierte Problem: Bei
LTS-Versionen entweder

* den "unwichtigen" Fehlern leben oder
* sich (oft zeitintensiv) darum kümmern individuelle Lösungen zu
  stricken bzw. Workarounds aufzutreiben oder
* sich "Enthaltsamkeit* aufzuerlegen - siehe:
>
> > In einem anderen Posting hatte ich *ein* Beispiel unter Ubuntu
> > 10.04 von vielen genannt: Shutdown-Blockade bei Nutzung des
> > OOo-Schnellstarters. Den Bug gibt es über 2 Jahre. Er wird nicht
> > behoben.
>
> Das Problem lässt sich halt relativ einfach dadurch beheben, dass man
> den Schnellstarter nicht aktiviert (das ist die Standardeinstellung),

Ich bin bisher immer davon ausgegangen, dass Features dazu da sind,
genutzt werden zu können, gerade unter Ubuntu aber oft damit
beschäftigt, irgendwelche Ausweich- und/ oder Vermeidungsstrategien zu
fahren, weil irgendetwas nicht s funktioniert wie es soll. Nochmals:
der OOo-Bug steht stellvertretend für diverse andere (übrigens einer,
den Ubuntu-Entwickler generiert habe, denn in der Originalversion gibt
es ihn nicht).
>
> daher hat der Bug keine Priorität.
>
Eben. Bugs nach Prioriät zu fixen oder nicht zu fixen, das ist das
Problem. So ergibt sich ein ganz anderes Bild, als bei der Versicherung,
es gebe für den gesamten LTS-Zeitraum Bugfixes und man könne so bestens
mit sauberen Systemen arbeiten.

Viele Grüße

Rainer

--
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Re: 5 Jahre aktuellste Software ?

Jens-Olaf Lindermann
In reply to this post by MaxXim

> Das ist doch das schöne an Linux: Jeder kann sich die Distribution
> aussuchen, die seinen Vorstellungen am ehesten entspricht. Bis hin zu
> kostenpflichtigen Enterprise-Distris.

Sollte auch keine Grundsatzdiskussion werden (zu der der Thread übrigens
langsam wird...)  ;-) Aber ich denke genauso wie Du: einfach andere
Distri benutzen, wobei das von ubuntu auf Debian so einfach dann auch
nicht gehen wird, weil die ubuntuesken Anpassungen einfach unvereinbar
mit Debian sind.

> Richtig - benutze ein Auto zu dem Zweck, für den es vorgesehen ist -
> und alles ist chic ;)

Im Serverbereich also nicht ubuntu ;-)

Gruß
Jens

--
Debian GNU/Linux Stable
PGP-Key Fingerprint: 96F6 ED6F 4DBC 2F83 ED67
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Re: 5 Jahre aktuellste Software ?

Jens-Olaf Lindermann
In reply to this post by Rainer-17
> Eben. Bugs nach Prioriät zu fixen oder nicht zu fixen, das ist das
> Problem. So ergibt sich ein ganz anderes Bild, als bei der Versicherung,
> es gebe für den gesamten LTS-Zeitraum Bugfixes und man könne so bestens
> mit sauberen Systemen arbeiten.

Sorry aber das ist Quatsch -- bugs müssen nach einer bestimmten
Priorität gefixt werden; eine sicherheitsrelevante Lücke zu patchen
kommt ganz klar auf Nummer 1. Wenn X nach einem update nicht mehr
starten würde, käme das auf Nummer 2. Wieso? Weil Du in der Konsole mit
w3m wunderbar nach der Lösung und mit apt-get update /upgrade den Patch
einspielst. Und Du kannst auf verschiedenen Konsolen arbeiten und sogar
Deinen Drucker ansprechen. Dein Ooo-Schnellstarter muß da tatsächlich
warten, schon erst recht in einer LTS. Unzufrieden: Dann schreib in
seine source.lst die aktuelle Version wie Lonesome Lizard oder was denen
bei ubuntu einfällt.

Und kein Entwickler kann voraussagen, wie Du mit Deinem System
rumfrickelst. Dieses "Geht-nicht-will-neue-Version" kann nach meiner
Erfahrung auch immer ein bißchen beim Anwender gesucht werden. Dein
sauberes System ist immer ein snapshot von Debian unstable

<http://de.wikipedia.org/wiki/Ubuntu#Technische_Merkmale>

unstable bedeutet eben nicht Debian stable. Und bleeding edge und
Stabilität sind eben einfach konträr.

Gruß
Jens



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Re: 5 Jahre aktuellste Software ?

Rainer-17
In reply to this post by MaxXim
Hallo Maxx,

Am Sun, 8 Jul 2012 20:53:19 +0200
schrieb Maxx <[hidden email]>:

> > > > >
> > > > Alte Fehler belassen und sie umgehen, statt sie zu beheben - das
> > > > hältst Du für professionell?
> > >
> > > Bekannte Fehler beheben ist durchaus professionell, und das
> > > passiert auch regelmäßig.
> >
> > Eben nicht - nur dann, wenn in irgendwelchen Szenen das
> > Protestgeschrei laut genug war/ist, so dass Entwickler die Fehler
> > für wichtig genug halten. In einem anderen Posting hatte ich *ein*
> > Beispiel unter Ubuntu 10.04 von vielen genannt: Shutdown-Blockade
> > bei Nutzung des OOo-Schnellstarters. Den Bug gibt es über 2 Jahre.
> > Er wird nicht behoben.
>
> Ist der Bug sicherheitsrelevant?

Nein.

> Kann man ihn umgehen?

Ja.

> Willst du lieber diesen Bug in einer neuen Version weg haben,
>
Nein - jedenfalls nicht unbedingt. In erster Linie möchte ich einen Bug
in einer vorhandenen Version weg haben.

> > In 8.04 war es zum Beispiel die automatische Anmeldung beim Booten:
> > Wurde sie aktiviert, war automatisch auch die Tastaturbelegung mit 2
> > Sprachen weggeputzt. Bug wurde vielfach gemeldet (ebenso wie der
> > obigen), von den Entwickelern nicht für wichtig gehalten und somit
> > nicht behoben.
>
> Ganz ehrlich:
> Dieser Bug lässt sich wunderbar umgehen - sogar mit
> Sicherheitsgewinn. Einfach die automatische Anmeldung nicht
> aktivieren ;)
>
Die Empfehlung habe ich damals auch bekommen. Erstens habe nur ich
Zugriff auf meine PCs, niemand sonst. Die Aktivierung der
automatischen Anmeldung ist bei mir kein Sicherheitsverlust. Zeitens
sieht Ubuntu vor, dass ich - wenn ich es möchte - sie aktivieren kann.
Drittens sieht Ubuntu vor, dass - wenn ich es möchte - mehrere
Tastaturbelegungen verschiedener Sprachen  per Tastaturkombination zur
Nutzung bereitstehen. Und schließlich: Macht die Nutzung eines Features
das andere kaputt, der Anwender wundert sich und versenkt Stunden,
Tage und ggf. Wochen, um dahinter zu kommen, was die Ursache dafür ist
und ist anschließend bsi zum bitteren Ende auf diese Fehlfunktion
festgenagelt (wenn er sich nicht von der Versionitis anstecken lässt).

> > > Ich habe in der Regel mehrmals die Woche den
> > > Hinweis, für bestimmte Pakete Patches einzuspielen - einige sind
> > > sehr wichtig, weil sicherheitsrelevant; andere eher kosmetischer
> > > Natur. Und genau deshalb werden sie auch getrennt angezeigt.
> > > So habe ICH nämlich die Entscheidungsfreiheit, ob ich auch nicht
> > > sicherheitsrelevante Patches einspiele und mir damit ggf. neue
> > > Bugs ins System hole
> >
> > Ich auch, aber ich spreche nicht davon, dass es grundsätzlich keine
> > Patches gibt.
>
> Wo ist dann dein Problem?

Habe ich nun doch schon wiederholt erkärt.
>
> Professioneller EDV-Einsatz ist, ein System, das läuft und das macht,
> was es soll, laufen zu lassen und nicht daran "rumzuexperimentieren".
>
Yep - *wenn* es läuft. Was verstehst Du denn unter "laufen". Mit Haken,
Ösen, Umgehungen und Workarounds? Die Systeme mit den von mri genannten
Bugs machen eben nicht, was sie sollen. Ich will gar nicht mit anderen
Bugs anfangen, die es noch so gibt, von denen ich aber betroffen
bin. Sonst ufert es aus.

> > >
> > > Bei Microsoft gibt es einmal im Monat einen Patch-Day, bei Ubuntu
> > > gibt es teilweise täglich Patches oder
> > > Paketergänzungen/-ersetzungen angeboten.
> > >
> > Das nützt mir bei Fehlern, die einfach ignoriert werden und liegen
> > bleiben, gar nichts.
>
> Ich kenne mich inzwischen in der Windowswelt inzwischen zu wenig aus,
> um etwas über die dort vorhandenen Bugs im System konkrete Aussagen zu
> treffen.

Ich auch, aber bis zu meinem letzten Stand der Dinge war es fast
immer so, dass Bugs nicht dauerhaft ignoriert wurden. Sonst wäre die
jahrelange, fehlerfreie Arbeit mit w2k nicht möglich gewesen.

> >
> > > Diese Version wird über eine längere Zeit (hier über
> > > 5 Jahre) mit regelmäßigen Patches und Sicherheitsupdates zur
> > > Fehlerbeseitigung gepflegt. Garantiert!
> >
> > Weiß ich. Muss ich mich wiederholen? Die Fehlerbeseitigung erfolgt
> > nicht konsequent.
>
> Doch - wenn es notwendig ist.

Eben - wenn andere es für notwendig halten.
>
> Im übrigen hast du bei Linux durch die offene Struktur immer die
> Möglichkeit, auch selbst Hand anzulegen und so einen Bug oder eine
> fehlende Funktion zu fixen.

... aber leider nicht die Zeit und oft auch nicht den Kopf, bei dem
ganzen Kleinkram selbst Hand anzulegen.
>
> Wie schon gesagt: Niemand zwingt dich zur LTS-Version.

Darum geht es nicht bzw.: mich zwingen die Umstände: Ich kann mir nicht
leisten, mich dauernd um die Neuinstallation von Betriebssystemen zu
kümmern.

>
> Das Konzept offener, freier Software besteht nicht darin, dass
> Idealisten zum Nulltarif Programme entwickeln und fixen, sondern dass
> Entwicklungen, die gemacht werden, weil jemand sie braucht oder haben
> möchte (und auch von dem, der sie beauftragt, bezahlt werden), allen
> anderen kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Dafür kann jeder
> alles nutzen und nicht nur das, was er auch bezahlt. Und im
> Nebeneffekt können viele es auch nutzen, ohne überhaupt etwas
> beizusteuern. Und zwar, weil dieses "Mitnutzen" dessen, was eh schon
> vorhanden ist, ja niemandem schadet.
>
Das alles sei zugestanden. In der Diskussion aber geht es ja um die
Frage, warum Anwender ggf. eine Veränderung des Status Quo wünschen
oder benötigen. Gründe dafür wurden nun inzwischen hinreichend
genannt. Es dürften dieselben sein, wegen derer sich viele Anwender von
Ubuntu und/oder Linux auch wieder abwenden.
 
> > > Was meinst du, warum viele Firmen selbst zu Zeiten von Vista und
> > > W7 noch mit Windows 2000 gearbeitet haben? Weil es rund lief und
> > > schnell war (auch ohne 2 GB RAM und Quad-Core-Prozessor).
> > >
> > Exakt: Ich habe schätzungsweise 7 oder 8 Jahre mit Windows 2000
> > gearbeitet. Lief bei konsequenter Installation aller Patches absolut
> > sauber. *Keine* Fehler.
>
> Warum bist du nicht dabei geblieben?

Will ich hier nicht diskutieren. Führt zu weit weg von der eigentlichen
Problemstellung.

> (Ich kann es übrigens nicht bestätigen, dass W2k fehlerfrei war)
>
Das habe ich so auch nicht behauptet, sondern von meinen Erfahrungen
gesprochen. Nach und nach waren im Zusammenhang mit den Anwendungen,
mit denen ich arbeite, die Bugs alle verschwunden, konnte ohne
Rumeierei (umgehen) und Einschränkungen absolut sauber arbeiten,
während ich bei Ubuntu andauernd in irgendwelche Fallen tappe,
Ausweich- und Umgehungsstrategien entwickeln oder mich um Workarounds
kümmern muss.

Viele Grüße

Rainer

--
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Re: 5 Jahre aktuellste Software ?

Rainer-17
In reply to this post by Jens-Olaf Lindermann
Am Sun, 8 Jul 2012 21:07:47 +0200
schrieb Jens-Olaf Lindermann <[hidden email]>:

>
> > Das ist doch das schöne an Linux: Jeder kann sich die Distribution
> > aussuchen, die seinen Vorstellungen am ehesten entspricht. Bis hin
> > zu kostenpflichtigen Enterprise-Distris.
>
> Sollte auch keine Grundsatzdiskussion werden (zu der der Thread
> übrigens langsam wird...)  ;-)

Sehe ich auch so und meine, dass bzgl. Pro und Contra alles gesagt bzw.
geschrieben wurde ;-)

Viele Grüße

Rainer

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Re: 5 Jahre aktuellste Software ?

MaxXim
In reply to this post by Rainer-17
Hallo Rainer, Hallo alle anderen

Rainer schrub am Sun, 8 Jul 2012 21:38:12 +0200:
> Das habe ich so auch nicht behauptet, sondern von meinen Erfahrungen
> gesprochen. Nach und nach waren im Zusammenhang mit den Anwendungen,
> mit denen ich arbeite, die Bugs alle verschwunden, konnte ohne
> Rumeierei (umgehen) und Einschränkungen absolut sauber arbeiten,
> während ich bei Ubuntu andauernd in irgendwelche Fallen tappe,
> Ausweich- und Umgehungsstrategien entwickeln oder mich um
> Workarounds kümmern muss.

Kauf dir eine SuSE-Enterprise-Version mit kostenpflichtigem Support.

Niemand zwingt dich zu Ubuntu - und niemand zwingt dich, eine
LTS-Version auch 5 Jahre lang zu nutzen.

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Re: 5 Jahre aktuellste Software ?

Rainer-17
Hallo Maxx,

Am Sun, 8 Jul 2012 22:32:45 +0200
schrieb Maxx <[hidden email]>:

>
> Niemand zwingt dich zu Ubuntu - und niemand zwingt dich, eine
> LTS-Version auch 5 Jahre lang zu nutzen.
>
Nichts von Beidem habe ich an irgendeiner Stelle behauptet. Darum geht
es auch nicht, sondern um Bedürfnisse von Anwendern - auch solchen, die
mit bestimmten Problemen eine nur eher kleine Gruppe sind.

Viele Grüße

Rainer

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Re: 5 Jahre aktuellste Software ?

Stefan Luetje
In reply to this post by Rainer-17
Am 08. Jul 2012 um 21:05 CEST schrieb Rainer:
> Am Sun, 08 Jul 2012 20:20:29 +0200
> schrieb Florian Diesch <[hidden email]>:

> > Die Zeit der Entwickler ist begrenzt und ziemlich knapp. Zeit, die in
> > Bugfixes investiert wird, fehlt daher immer auch woanders. Es ist
> > daher notwendig, dass man sich als Entwickler Gedanken über das
> > Verhältnis von Aufwand und Nutzen macht:
> >
> An dieser Stelle ist der Kern des Problems angesiedelt. Einerseits ist
> das alles frolgerichtig, was Du schreibst. Andererseits ergibt sich für
> Anwender im Alltag daraus das hier diskutierte Problem: Bei
> LTS-Versionen entweder
>
> * den "unwichtigen" Fehlern leben oder
> * sich (oft zeitintensiv) darum kümmern individuelle Lösungen zu
>   stricken bzw. Workarounds aufzutreiben oder
Das macht man einmal nach der Installation, bzw. nach dem Upgrade und
hat dann 5 Jahre lang seine Ruhe. Wo ist das Problem?


Gruß
Stefan
 
--
,-----------------------------------------------------------------------------.
|         Stefan Lütje        |  "Amoklauf in Winnenden durch jungen Mann  |
|  [hidden email]  |        vor lauter Internet" Schäuble       |
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Re: 5 Jahre aktuellste Software ?

Florian Diesch
In reply to this post by Rainer-17
Rainer <[hidden email]> writes:


> Die Empfehlung habe ich damals auch bekommen. Erstens habe nur ich
> Zugriff auf meine PCs, niemand sonst. Die Aktivierung der
> automatischen Anmeldung ist bei mir kein Sicherheitsverlust. Zeitens
> sieht Ubuntu vor, dass ich - wenn ich es möchte - sie aktivieren kann.
> Drittens sieht Ubuntu vor, dass - wenn ich es möchte - mehrere
> Tastaturbelegungen verschiedener Sprachen  per Tastaturkombination zur
> Nutzung bereitstehen. Und schließlich: Macht die Nutzung eines Features
> das andere kaputt, der Anwender wundert sich und versenkt Stunden,
> Tage und ggf. Wochen, um dahinter zu kommen, was die Ursache dafür ist
> und ist anschließend bsi zum bitteren Ende auf diese Fehlfunktion
> festgenagelt (wenn er sich nicht von der Versionitis anstecken lässt).

So ein Bug ist natürlich immer sehr ärgerlich, und es wäre natürlich
wünschenswert, wenn er beseitigt wird.

Das Problem ist aber, dass man, um ihn zu beseitigen, sehr
wahrscheinlich Änderungen vornehmen muss, von denen auch andere,
unbeteiligte Programme betroffen sind. Und da alle möglicherweise
auftretenden Fälle zu testen, ist in der Praxis nicht möglich.

Daher besteht ein relativ hohes Risiko, dass, wenn der Fehler behoben
ist, irgendetwas anderes nicht mehr funktioniert. Und gerade bei einer
LTS-Version ist das schlimmer, als wenn etwas schon von Anfang an nicht
funktioniert hat.

Daher werden in Ubuntu nach der Veröffentlichung (normalerweise) nur
Bugfixes vorgenommen, die entweder ein sehr wichtiges Problem
beseitigen, oder bei denen es sehr unwahrscheinlich ist, dass sie neue
Probleme erzeugen.


   Florian
--
Erweiterung für Nautilus (Gnome3), um Programmstarter/.desktop-Dateien
(nicht nur) auf dem Desktop anzulegen:
<http://www.florian-diesch.de/software/arronax/>

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Re: 5 Jahre aktuellste Software ?

Frank Streitz
In reply to this post by Rainer-17
On Sun, Jul 08, 2012 at 10:45:12PM +0200, Rainer wrote:
> Am Sun, 8 Jul 2012 22:32:45 +0200
> schrieb Maxx <[hidden email]>:
 
> > Niemand zwingt dich zu Ubuntu - und niemand zwingt dich, eine
> > LTS-Version auch 5 Jahre lang zu nutzen.
 
> Nichts von Beidem habe ich an irgendeiner Stelle behauptet. Darum geht
> es auch nicht, sondern um Bedürfnisse von Anwendern - auch solchen, die
> mit bestimmten Problemen eine nur eher kleine Gruppe sind.

Ein Anwender ist aber eine _sehr_ kleine Gruppe.

SCNR Frank

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Normale Anwender (WAS: 5 Jahre aktuellste Software)

Maik Holtkamp-2
In reply to this post by Sascha Morr-6
Hi,

0n 12/07/07@18:30 Sascha told me:

> >Mit dieser Einstellung stehst du aber ziemlich alleine da.
>
> Nein steht er bei normalen Anwendern nicht. Denen sind die
> Anforderungen professioneller Anwender auch recht schnurz egal.
> Evtl. sollte man sich bei Ubuntu entscheiden was man will. Dieses
> Schießen gegen den normalen Anwender aus dem Hintergrund geht einen
> ziemlich auf den Senkel.

Ich denke, dass hier noch einiges an der Definition von Anwender
schief laeuft.

Ich wuerde mal vermuten, dass hier auf der Liste so gut wie kein
normaler Anwender mitliesst, denn IMHO schraub ein normaler Anwender
nicht an seiner Kiste rum (man MacBookPro) und installiert weder ein
OS noch laed der sich aus dem Internet bewusst eine neue Version von
$SOFTWARE. Jedenfalls dann nicht, wenn sein Rechner das nicht
automagisch macht.

Fuer solche Taetigkeiten hat der normale Anwender einen Bekannten
der das gegebenenfalls mal macht oder er bezahlt gar jemanden
dafuer, wenn es denn sein muss.

Ich sehe ubuntu auf dem (IMHO richtigen) Weg diese normalen User zu
erschliessen. Die kann ich leider weder mit RH-Enterprise-Dektop xyz
fuer $$$ koedern, noch damit das ich Ihnen sage: "Du bekommst alle
halbe Jahr ein schoenes neues System - mit einem dann an den
jeweiligen Hype angepassten look&feel".

Wenn ich denen aber beim Kauf eines neuen Geraets sagen kann:

Das OS samt etlicher Anwendungssoftware die sie so brauchen, gibt es
fuer Nuesse dazu inklusiv 5 Jahre Support und vor Viren brauchen Sie
bei diesem System auch keine Angst haben.

Dann kann ich mir schon den ein oder anderen _normalen_ Anwender
vorstellen, der sich bewusst fuer ein solches System entscheiden
wuerde.

Die Leute die ueblicherweise auf Linux-MLs lesen, sind alle mehr
oder weniger Power User und daher alles andere als normal ;).

Vielleicht besteht sogar die Gefahr, dass sich ein paar dieser Leute
von Ubuntu abwenden. Aber Ubuntus Anspruch ist noch nie besonders
elitaer gewesen. Ganz im Gegenteil ubuntu ist eigentlich angetreten
um Linux (und hier im Besonderen Debian) aus seiner elitaeren
Ecke zu holen und der breiten Masse verfuegbar zu machen. Auf diesem
Weg ist ubuntu eigentlich recht erfolgreich:

http://ununseptium.de/wp-content/uploads/2011/03/statistik1.png

und daher kann ich das Geschrei einfach nicht verstehen, wenn man
diese Intention jetzt konsequent weiter verfolgt.

--
"Sometimes transcode changes or adds new features while you are encoding"
                                        -- Thomas Oestereich on transcode-users

--
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Re: 5 Jahre aktuellste Software ?

Rainer-17
In reply to this post by Jens-Olaf Lindermann
Am Sun, 8 Jul 2012 21:21:32 +0200
schrieb Jens-Olaf Lindermann <[hidden email]>:

> > Eben. Bugs nach Prioriät zu fixen oder nicht zu fixen, das ist das
> > Problem. So ergibt sich ein ganz anderes Bild, als bei der
> > Versicherung, es gebe für den gesamten LTS-Zeitraum Bugfixes und
> > man könne so bestens mit sauberen Systemen arbeiten.
>
> Sorry aber das ist Quatsch --

Ist kein Quatsch, denn..

> bugs müssen nach einer bestimmten
> Priorität gefixt werden; eine sicherheitsrelevante Lücke zu patchen
> kommt ganz klar auf Nummer 1. Wenn X nach einem update nicht mehr
> starten würde, käme das auf Nummer 2.

.. Full ACK, aber davon habe ich nicht geschrieben,

> Dein Ooo-Schnellstarter muß da
> tatsächlich warten, schon erst recht in einer LTS.

Warten ja, aber nicht begraben bzw. ignorieren. Darum geht es mir:
Bugfixes, die keine Priorität genießen, werden nicht behoben. Das ist
das Ärgernis. Such mal im Internet nach der Shutdown-Problematik: Sie
wurde nicht nur unter Ubuntu 10.04 nach über 2 Jahren nicht angegangen,
sondern wird - lese ich - auch in neuere Versionen hinübergeschleppt.
>
> Und kein Entwickler kann voraussagen, wie Du mit Deinem System
> rumfrickelst.

Ich frickel überhaupt nicht. Das ist es ja gerade: Umgekehrt wird ein
Schuh draus: Ich will lediglich angebotene Funktionen nutzen - und
solche sind dann zu meiner Überraschung nicht sauber implementiert. Erst
dann beginnt die Frickelei.

> Dieses "Geht-nicht-will-neue-Version" kann nach meiner
> Erfahrung auch immer ein bißchen beim Anwender gesucht werden.

ACK. Ich hoffe, dass durch meine Postings mittlerweile klar ist, dass
ich zu denen gerade nicht gehöre - jedenfalls, soweit es um
Fehlfunktionen geht. Bei Feature-Erweiterungen ist es gelegentlich
anders.

Viele Grüße

Rainer

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Re: 5 Jahre aktuellste Software ?

Rainer-17
In reply to this post by Stefan Luetje
Am Sun, 8 Jul 2012 22:55:27 +0200
schrieb Stefan Luetje <[hidden email]>:

> Am 08. Jul 2012 um 21:05 CEST schrieb Rainer:
> > Am Sun, 08 Jul 2012 20:20:29 +0200
> > schrieb Florian Diesch <[hidden email]>:
>
> > > Die Zeit der Entwickler ist begrenzt und ziemlich knapp. Zeit,
> > > die in Bugfixes investiert wird, fehlt daher immer auch woanders.
> > > Es ist daher notwendig, dass man sich als Entwickler Gedanken
> > > über das Verhältnis von Aufwand und Nutzen macht:
> > >
> > An dieser Stelle ist der Kern des Problems angesiedelt. Einerseits
> > ist das alles frolgerichtig, was Du schreibst. Andererseits ergibt
> > sich für Anwender im Alltag daraus das hier diskutierte Problem: Bei
> > LTS-Versionen entweder
> >
> > * den "unwichtigen" Fehlern leben oder
> > * sich (oft zeitintensiv) darum kümmern individuelle Lösungen zu
> >   stricken bzw. Workarounds aufzutreiben oder
>
> Das macht man einmal nach der Installation, bzw. nach dem Upgrade und
> hat dann 5 Jahre lang seine Ruhe. Wo ist das Problem?
>
Das kann ich Dir sagen. Die Entwicklungen gehen so rasant vonstatten,
dass sich - anders, als bei vielleicht Dir - auch die Anforderungen an
Betriebssysteme und Software verändern. Wer eine überschaubare und
übersichtliche Zahl von Anwendungen benötigt und mehr nicht, kann sich
seine Struktur und Arbeitsweise, seinen Softwarebedarf und benötigten
Funktionsumfang in Stein meißeln und lange gut genug damit leben - und
sich sogar auch auf den Standpunkt stellen: "brauche ich nicht, kommt
bei mir nicht auf den Rechner". Zu denen aber gehöre ich nicht.

Beispiel Flash: Es gab eine Zeit, da war das 'was Exotisches, ein
Extra-Luxus bzw. eine Spielerei. Heute sind Flash, Javascript und das
ganze Zeugs dermaßen verbreitet, dass ich bei vielen Websites, die
ich besuchen *muss*, gar keine andere Wahl habe, als damit zu arbeiten.

Dies Beispiel steht für viele andere, bei denen (in vielen Fällen "von
außen" diktiert) neuen Anforderungen Rechnung getragen werden muss. In
solchen Fällen funktioniert das starre Prinzip nicht "einmal
installiert, Fehler beseitigt, 5 Jahre keine Probleme haben"

Weitere Gründe:
*Wachsen der Anforderungen, weil man z.B. mit Aktivitäten beginnt und
sich über die Paketverwaltung neue Programme installiert (Beispiel
Multimedia);
*Zeitaufwand, den eine neue Installation per se schon mal mit
sich bringt (bei mir sind es meist Tage bis alles so eingerichtet
ist, wie ich es brauche). In diesem Fall kommen zeitaufwändige
Fehlerbereinigungen dazu;
*Unlösbarkeit mancher Probleme - Beispiel OOo:

Von der Version, die unter 8.04 zu der unter 10.04 hat es in OOo im
Detail viele, meinen Arbeitsfluss deutlich bremsende
Verschlimmbesserungen gegebenen (nicht nur das Shutdownproblem bei
Nutzung des Schnellstarters), bei denen ich als Anwender mich
außerstande sehe, diese Mängel zu beseitigen. Beispiel: in einem
Textdokument habe ich vorher ein Wort kopiert, die Zelle einer
Exel-Tabelle markiert und es mit Strg+V eingefügt. Fertig. Dort war es
dann genauso formatiert, wie die Tabelle. Jetzt in der neuen Version:
Wort kopieren, Zelle markieren, Menü: Bearbeiten, Inhalte einfügen, im
Kappmenü "unformatierter" Text auswählen, bestätigen. Fertig. Derlei
Fälle gibt es einige in OOo, die Beschreibung jedes einzelnen erspare
ich mir hier. Ufert sonst aus.

Zu guter Letzt: Es gibt Anwendungen, die unabhängig vom äußeren Zwang
schnelleres und effektiveres Arbeiten ermöglichen. Noch einmal OOo: Die
unter Ubuntu installierte Version erlaubte keinen pdf-Import, um
entsprechende Dateien bearbeiten zu können. Das mit der Konsole zu tun,
war für mich sehr umständlich. Eine neuere Version erlaubte es, aber
die Nutzung war für mich nicht möglich, wenn ich OOo nicht an der
Paketverwaltung vorbei oder gleich das gesamte System neu installieren
wollte. Ergo: Damit leben und sich ärgern - bisher 3 Jahre lang und nun
5.

Viele Grüße

Rainer

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Re: 5 Jahre aktuellste Software ?

Rainer-17
In reply to this post by Frank Streitz
Am Mon, 9 Jul 2012 07:11:51 +0200
schrieb Frank Streitz <[hidden email]>:

> On Sun, Jul 08, 2012 at 10:45:12PM +0200, Rainer wrote:
> > Am Sun, 8 Jul 2012 22:32:45 +0200
> > schrieb Maxx <[hidden email]>:
>  
> > > Niemand zwingt dich zu Ubuntu - und niemand zwingt dich, eine
> > > LTS-Version auch 5 Jahre lang zu nutzen.
>  
> > Nichts von Beidem habe ich an irgendeiner Stelle behauptet. Darum
> > geht es auch nicht, sondern um Bedürfnisse von Anwendern - auch
> > solchen, die mit bestimmten Problemen eine nur eher kleine Gruppe
> > sind.
>
> Ein Anwender ist aber eine _sehr_ kleine Gruppe.
>
Bevor Du so etwas (auf Stammtischniveau) schreibst, solltest Du
vielleicht mal eine Suchmaschine Deiner Wahl anwerfen. Zum Thema
Shutdown-Probleme unter Ubuntu 10.04 wirft z.B. Guhgel aus:

https://bugs.launchpad.net/ubuntu/+source/linux/+bug/576204
https://bugs.launchpad.net/ubuntu/+source/openoffice.org/+bug/562027
http://www.ecalpemos.org/2010/05/ubuntu-1004-lucid-will-not-shut-down.html
http://g33kinfo.com/info/archives/3063
http://forum.ubuntuusers.de/topic/ubuntu-10-04-ausschalten-funktioniert-nur-spo/#post-2480000
http://forum.ubuntuusers.de/topic/ubuntu-shutdown-libreoffice/#post-3562237
http://ubuntuforums.org/showthread.php?t=1466589
https://bugs.launchpad.net/ubuntu/+source/linux/+bug/567580
http://wiki.ubuntuusers.de/Herunterfahren

.... und so weiter ....

Viele Grüße

Rainer

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Re: Normale Anwender (WAS: 5 Jahre aktuellste Software)

Rainer-17
In reply to this post by Maik Holtkamp-2
Hallo Maik,

Am Mon, 9 Jul 2012 10:07:29 +0200
schrieb Maik Holtkamp <[hidden email]>:
> >
> > Dieses Schießen gegen den normalen Anwender aus dem Hintergrund
> > geht einen ziemlich auf den Senkel.
>
> Ich denke, dass hier noch einiges an der Definition von Anwender
> schief laeuft.
>
> Ich wuerde mal vermuten, dass hier auf der Liste so gut wie kein
> normaler Anwender mitliesst,

Im Prinzip: ACK. Der Begriff ist schwammig und erlaubt jedem
individuell, sich darunter etwas vorzustellen.

> denn IMHO schraub ein normaler Anwender
> nicht an seiner Kiste rum (man MacBookPro) und installiert weder ein
> OS noch laed der sich aus dem Internet bewusst eine neue Version von
> $SOFTWARE. Jedenfalls dann nicht, wenn sein Rechner das nicht
> automagisch macht.
>
Wenn Du "normaler Anwender" so definierst, hast Du mit dem obigen Satz
recht. Wer allerdings Ubuntu oder andere Linux-Distributionen
verwendet, findet sich sehr schnell in solchen Listen oder Foren
wieder, weil es viele Probleme gibt und Lösungen nicht intuitiv zu
finden sind.

> Ich sehe ubuntu auf dem (IMHO richtigen) Weg diese normalen User zu
> erschliessen.

Den sehe ich noch lange nicht. Nach immerhin einigen Jahren Existenz
und mehreren Hypes dümpelt Ubuntu bei Markanteilen am Betriebssystem
vor sich hin. Für Anwender, die ihren Rechner einfach nur als Werkzeug
nutzen möchten, um den Kopf für andere Dinge frei zu haben, ist Ubuntu
nichts.

>
> Wenn ich denen aber beim Kauf eines neuen Geraets sagen kann:
>
> Das OS samt etlicher Anwendungssoftware die sie so brauchen, gibt es
> fuer Nuesse dazu inklusiv 5 Jahre Support und vor Viren brauchen Sie
> bei diesem System auch keine Angst haben.
>
> Dann kann ich mir schon den ein oder anderen _normalen_ Anwender
> vorstellen, der sich bewusst fuer ein solches System entscheiden
> wuerde.
>
Den einen oder anderen kann ich mir auch vorstellen - Einzelfälle eben.
Ob die angesichts der Anforderungen an sie aber dabei bleiben, steht
auf einem anderen Blatt. Gibt genug Geschichten, wo Anwender sogar nach
längerer Nutzung entnervt aufgeben, weil Windows - und erst recht Apple
- wesentlich komfortabler und intuitiver zu bedienen ist.

> Die Leute die ueblicherweise auf Linux-MLs lesen, sind alle mehr
> oder weniger Power User und daher alles andere als normal ;).
>
Nein. Auch ich bin ein Anwender und auch mir wäre am Liebsten, wenn ich
nicht oder nur selten Hand anlegen müsste. An Problemen des OS arbeiten,
um Lösungen kümmern, Ausweich- und Umgehungsstrategien entwickelt oder
Workarounds anwenden zu müssen - all das ist lästig bis ärgerlich und
hält mich als Nicht-Informatiker, dessen favorisiertes Hobby auchnicht
der Umgang mit einem Betriebssystem ist, viel stärker auf, als mir lieb
ist.

> Ganz im Gegenteil ubuntu ist eigentlich angetreten
> um Linux (und hier im Besonderen Debian) aus seiner elitaeren
> Ecke zu holen und der breiten Masse verfuegbar zu machen. Auf diesem
> Weg ist ubuntu eigentlich recht erfolgreich:
>
> http://ununseptium.de/wp-content/uploads/2011/03/statistik1.png
>
Naja, wenn man die "reale Welt" ausblendet und sich nur diese Grafik
ansieht, die "Verteilungskämpfe" von Linux-Distributionen untereinander
abbildet, sieht das ja schön aus. Wenn es aber um die Verbreitung von
Linux insgesamt in einer Welt voller PCs und Betriebssysteme ansieht -
also wirklich die "breite Masse" - schaut das Ganze schon anders aus:

http://www.pcwelt.de/news/Dezember-2011-Aktuelle-Marktanteile-Browser-OS-und-Suchmaschinen-4702653.html

Viele Grüße

Rainer

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Re: 5 Jahre aktuellste Software ?

MaxXim
In reply to this post by Rainer-17
Hallo Rainer, Hallo alle anderen

Rainer schrub am Sun, 8 Jul 2012 22:45:12 +0200:

> Hallo Maxx,
>
> Am Sun, 8 Jul 2012 22:32:45 +0200
> schrieb Maxx <[hidden email]>:
>
> >
> > Niemand zwingt dich zu Ubuntu - und niemand zwingt dich, eine
> > LTS-Version auch 5 Jahre lang zu nutzen.
> >
> Nichts von Beidem habe ich an irgendeiner Stelle behauptet. Darum
> geht es auch nicht, sondern um Bedürfnisse von Anwendern - auch
> solchen, die mit bestimmten Problemen eine nur eher kleine Gruppe
> sind.

Es geht in diesem Thread (wenn ich nicht irre) darum, dass die
LTS-Version von Ubuntu jetzt eine Laufzeit von 5 Jahren hat.

Was ist daran schlimm - niemand muss eine LTS-Version so lange nutzen.

Diese lange Laufzeit der Long-Time-Support-Version kommt jetzt
endlich auch den Anwendern entgegen, die ein System über mehrere
Jahre hinweg nutzen wollen, ohne es zwischendurch upgraden zu müssen,
weil ihre Version nicht mehr supportet wird.

Ja, es geht um die Bedürfnisse von Anwendern.

--
LG Maxx

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Re: 5 Jahre aktuellste Software ?

Michael Kappes
hoi zümma!

Am 09.07.2012 19:45, schrieb Maxx:
> Ja, es geht um die Bedürfnisse von Anwendern.

Ltz. am "Biertisch" in der Kneipe sagt mein Sitznachbar: "Früher hat
Fernseher/Waschmaschine/$Gerätename 10J gehalten....."

Ich dreh  mich zu ihm um und sage: CentOS (1) bietet nun ein Enterprise
System an das 10J Support gibt. Früher war Qualität (Investition)
selbstverständlich. So was gibt es heute (Konsum) nur noch gegen
Aufpreis. Warum? Weil "die Kunden" es sich gefallen lassen! ;)

Alle 6 Monate "frische" Software = Featuritis. Meistens wird von 100%
Software (Funktionen) nur 40% oder so genutzt. (ich las da mal was bei
Heise) Und "Wegwerf-Hardware" ala Laptop und Tablett. (Wechsel doch  mal
die GKarte bei so nem Teil!)

Ich fänds gut wenn wir das alles mal etwas Entschleunigung?! Viellicht
haben dann alle! Kinder ne Chance mal mit nem PC zu arbeiten. ?! (2)

Mhm, Komisch. Entschleunigung (3) - meine Rechtschreibhilfe kennt das
Wort gar nicht ?! Na so was.... ;)

just my 5 cent ;)

(1) http://de.wikipedia.org/wiki/CentOS
(2) http://www.internetworldstats.com/stats.htm
(3) http://de.wikipedia.org/wiki/Entschleunigung

Ahoi
Michael

--
"Die Demokratie ist das freundliche Gesicht des Kapitalismus, der
Faschismus das ängstliche" Theodor W. Adorno


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Re: 5 Jahre aktuellste Software ?

Rainer-17
In reply to this post by MaxXim
Hallo Maxx,

Am Mon, 9 Jul 2012 19:45:02 +0200
schrieb Maxx <[hidden email]>:
>
> Es geht in diesem Thread (wenn ich nicht irre) darum, dass die
> LTS-Version von Ubuntu jetzt eine Laufzeit von 5 Jahren hat.
>
Jein: Die Laufzeit wurde zwar immer wieder genannt, aber diskutiert
wurde/wird die Frage, ob es nun 5, statt 3 Jahre lang bei einmal
installierten Programmen und bei Bugfixes alles beim Alten bleibt
(Beseitigung von Fehlern, die aus Sicht der Entwickler wichtig sind,
Belassen von solchen, die aus ihrer Sicht nicht wichtig sind).
>
> Was ist daran schlimm -

Nichts. Im Gegenteil.
>
> Diese lange Laufzeit der Long-Time-Support-Version kommt jetzt
> endlich auch den Anwendern entgegen, die ein System über mehrere
> Jahre hinweg nutzen wollen, ohne es zwischendurch upgraden zu müssen,
> weil ihre Version nicht mehr supportet wird.
>
Exakt. Mir scheint, dass Du die Kritik immer wieder falsch verstehst:
Ich halte Verlängerung aus denselben Gründen für gut, wie viele andere
hier. Für schlecht halte ich allerdings das Handling mit
Software-Updates und Bugfixes, das so bleiben soll, wie bisher.

Viele Grüße

Rainer

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