Debian Testing und Ubuntu openjdk

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Debian Testing und Ubuntu openjdk

Karagkiaouris Diamantis
Hallo an alle!

ich möchte fragen warum es nicht openjdk 8 in Ubuntu LTS gibt. In Debian
Jessie 8 kann man einfach herunterladen und installieren. Die Quelle von
Ubuntu LTS ist Debian Stable? Weil es auch kein openjdk 8 in Debian
stable gibt.

Außerdem, möchte ich in meinem Job Debian Testing oder Ubuntu LTS
nutzen. Was ist ihre Meinung? Ich arbeite als Java EE Ingenieur und ich
möchte etwas stabil nutzen, das nicht sehr schwer genutzt wird.

Vielen Dank!

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Re: Debian Testing und Ubuntu openjdk

H.-Ste. Neumeyer
Am Dienstag, 29. Dezember 2015, 19:44:41 schrieb Karagkiaouris Diamantis:

Hallo Karagkiaouris
>
> Außerdem, möchte ich in meinem Job Debian Testing oder Ubuntu LTS
> nutzen. Was ist ihre Meinung? Ich arbeite als Java EE Ingenieur und ich
> möchte etwas stabil nutzen, das nicht sehr schwer genutzt wird.
>
Debian "testing" und stabil ist ein Oxymoron - eine Sache, die sich schon vom
Prinzip her gegenseitig ausschließt.

--
Gruß Stefan

Debian GNU/Linux "Sid" (unstable)
Desktop KDE Plasma 5
KDE-PIM 4.14.10

Abscheußlichkeit hat einen neuen Namen: KDE Plasma

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Re: Debian Testing und Ubuntu openjdk

Nils Kassube-2
In reply to this post by Karagkiaouris Diamantis
Karagkiaouris Diamantis wrote:
> ich möchte fragen warum es nicht openjdk 8 in Ubuntu LTS gibt.

Ich denke, das liegt daran, dass eine einmal als fertig deklarierte
Ubuntu-Version nicht mehr geändert wird. Zwar gibt es jede Menge Updates
zur Fehlerbeseitigung, aber es bleibt immer die Version der
entsprechenden Programme, die beim Release verteilt wurden. Als Ausnahme
gibt es bei LTS-Versionen zusätzliche Kernel, die neuere Hardware
unterstützen - aber bei Anwenderprogrammen gibt es eigentlich keine
neuen Versionen. Wer neuere Programme verwenden will, hat eigentlich 3
Möglichkeiten:

1. Eine neuere Ubuntu-Version verwenden, die die gewünschte Version des
Lieblingsprogramms mitbringt. Da Du scheinbar eine LTS-Version
bevorzugst, müsstest Du bis Ende April warten. Dann kommt die Version
16.04 raus, bei der openjdk 8 und 9 dabei sind.

2. Für einige beliebte Programme gibt es PPAs - das sind zusätzliche
Repositories, die aber nicht direkt von Ubuntu unterstützt werden. Dort
gibt es dann meist die neueste Version des gewünschten Programms. Für
openjdk müüstest Du mal selbst suchen, ob es da etwas gibt.

3. Für die meisten Programme kann man sich vom Original in der
gewünschten version die Quellen besorgen und selbst auf seinem System
übersetzen.

Also wenn die erste Möglichkeit uninteressant ist, weil es bis April
noch zu lange dauert, würde ich Option 2 empfehlen (wenns da was für
openjdk gibt).


Nils


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Re: Debian Testing und Ubuntu openjdk

Karagkiaouris Diamantis
Du hast ganz und voll recht aber ich bin ehemaliger Nutzer des Centos
und Fedora und ich habe keine Ahnung über sowohl Ubuntu als auch Debian.
Was du hier erwähnt, ist es sehr hilfreich und es hat meine Meinung
gewechselt. Ich bin der Meinung dass alle Ubuntu Versionen außer Server
die neue Software haben. Das ist was ich habe im Internet gelesen.
Vielleicht werde ich von Quelle OpenJDK bilden (dritte Optionen. Ich bin
von Centos und Fedora verwöhnt! :) ), weil April sehr weit ist.

Vielen Dank!

Am 29/12/2015 um 11:32 μμ schrieb Nils Kassube:

> Karagkiaouris Diamantis wrote:
>> ich möchte fragen warum es nicht openjdk 8 in Ubuntu LTS gibt.
> Ich denke, das liegt daran, dass eine einmal als fertig deklarierte
> Ubuntu-Version nicht mehr geändert wird. Zwar gibt es jede Menge Updates
> zur Fehlerbeseitigung, aber es bleibt immer die Version der
> entsprechenden Programme, die beim Release verteilt wurden. Als Ausnahme
> gibt es bei LTS-Versionen zusätzliche Kernel, die neuere Hardware
> unterstützen - aber bei Anwenderprogrammen gibt es eigentlich keine
> neuen Versionen. Wer neuere Programme verwenden will, hat eigentlich 3
> Möglichkeiten:
>
> 1. Eine neuere Ubuntu-Version verwenden, die die gewünschte Version des
> Lieblingsprogramms mitbringt. Da Du scheinbar eine LTS-Version
> bevorzugst, müsstest Du bis Ende April warten. Dann kommt die Version
> 16.04 raus, bei der openjdk 8 und 9 dabei sind.
>
> 2. Für einige beliebte Programme gibt es PPAs - das sind zusätzliche
> Repositories, die aber nicht direkt von Ubuntu unterstützt werden. Dort
> gibt es dann meist die neueste Version des gewünschten Programms. Für
> openjdk müüstest Du mal selbst suchen, ob es da etwas gibt.
>
> 3. Für die meisten Programme kann man sich vom Original in der
> gewünschten version die Quellen besorgen und selbst auf seinem System
> übersetzen.
>
> Also wenn die erste Möglichkeit uninteressant ist, weil es bis April
> noch zu lange dauert, würde ich Option 2 empfehlen (wenns da was für
> openjdk gibt).
>
>
> Nils
>
>


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Re: Debian Testing und Ubuntu openjdk

Karagkiaouris Diamantis
In reply to this post by H.-Ste. Neumeyer
Hallo,

Ich meinte dass Ubuntu aus Debian Testing kommt. Deshalb habe ich beide
Optionen. Vielleicht bin ich nicht klar wenn ich fragte. Was ich ehrlich
möchte, ist die Distribution von zwei, die wenige Probleme ergibt. Ist
das Debian Testing oder Ubuntu LTS? Danke!

Am 29/12/2015 um 10:35 μμ schrieb H.-Stefan Neumeyer:

> Am Dienstag, 29. Dezember 2015, 19:44:41 schrieb Karagkiaouris Diamantis:
>
> Hallo Karagkiaouris
>> Außerdem, möchte ich in meinem Job Debian Testing oder Ubuntu LTS
>> nutzen. Was ist ihre Meinung? Ich arbeite als Java EE Ingenieur und ich
>> möchte etwas stabil nutzen, das nicht sehr schwer genutzt wird.
>>
> Debian "testing" und stabil ist ein Oxymoron - eine Sache, die sich schon vom
> Prinzip her gegenseitig ausschließt.
>


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Re: Debian Testing und Ubuntu openjdk

Rainer-17
Hallo,

Am Wed, 30 Dec 2015 00:37:51 +0200
schrieb Karagkiaouris Diamantis <[hidden email]>:
>
> Ich meinte dass Ubuntu aus Debian Testing kommt. Deshalb habe ich
> beide Optionen. Vielleicht bin ich nicht klar wenn ich fragte. Was
> ich ehrlich möchte, ist die Distribution von zwei, die wenige
> Probleme ergibt. Ist das Debian Testing oder Ubuntu LTS? Danke!
>
In etwa vergleichbar sind Ubuntu LTS und Debian Stable. Genaueres
zeigt Dir eine Suchmaschine Deiner Wahl:

https://www.debian.org/releases/
https://wiki.ubuntuusers.de/Unterschiede_LTS_und_normale_Version

Viele Grüße

Rainer

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Re: Debian Testing und Ubuntu openjdk

Nils Kassube-2
In reply to this post by Karagkiaouris Diamantis
Karagkiaouris Diamantis wrote:
> Du hast ganz und voll recht aber ich bin ehemaliger Nutzer des Centos
> und Fedora und ich habe keine Ahnung über sowohl Ubuntu als auch
> Debian.

Ach so, das war mir nicht klar. Ich hab mal ein PPA gesucht für Openjdk.
Um dieses zu aktivieren, müsstest Du den folgenden Befehl in einem
Terminal eingeben:

sudo add-apt-repository ppa:openjdk-r/ppa

Danach die Softwarequellen aktualisieren - z.B. mit dem "Neu laden"
Button in Synaptic oder im Terminal mit dem Befehl

sudo apt-get update

Schließlich kannst Du die gewünschten Pakete auswählen und installieren.

> Was du hier erwähnt, ist es sehr hilfreich und es hat meine
> Meinung gewechselt. Ich bin der Meinung dass alle Ubuntu Versionen
> außer Server die neue Software haben. Das ist was ich habe im
> Internet gelesen.

Keine Ahnung, was Du da gelesen hast - die aktuelle LTS-Version (14.04)
hat jedenfalls im Normalfall kein Openjdk 8. Vielleicht bezog sich das,
was Du gelesen hast, auf das Openjdk-PPA oder eine neuere (nicht-LTS)
Version von Ubuntu.

> Vielleicht werde ich von Quelle OpenJDK bilden
> (dritte Optionen. Ich bin von Centos und Fedora verwöhnt! :) ), weil
> April sehr weit ist.

Vom PPA zu installieren, wie oben beschrieben, ist auf jeden Fall
einfacher, als von den Quellen zu übersetzen.


Nils


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Re: Debian Testing und Ubuntu openjdk

H.-Ste. Neumeyer
In reply to this post by Karagkiaouris Diamantis
Am Mittwoch, 30. Dezember 2015, 00:37:51 schrieben Sie:

Moin Karagkiaouris
>
> Ich meinte dass Ubuntu aus Debian Testing kommt. Deshalb habe ich beide
> Optionen. Vielleicht bin ich nicht klar wenn ich fragte. Was ich ehrlich
> möchte, ist die Distribution von zwei, die wenige Probleme ergibt. Ist
> das Debian Testing oder Ubuntu LTS? Danke!
>
Mag schon sein, daß einen Release von Ubuntu auf einen Snapshot von Debian
"testing" beruht. Dieser wird aber zu einem mehr oder weniger beliebigen
Zeitpunkt und ohne Rücksicht darauf gezogen, in welchem Zustand sich "testing"
zu diesem Zeitpunkt befindet. Darauf werden dann zusätzlich auch noch
zahlreiche Ubuntu-Eigen-Kreationen gesetzt.
Unter dem Strich sind Debian und Ubuntu zwei grundverschieden Distributionen,
die verschiedene Zielgruppen ansprechen und auch völlig verschieden
Qualitätsansprüche stellen und bedienen wollen..

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Gruß Stefan

Debian GNU/Linux "Sid" (unstable)
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