/dev/fd0 in Ubuntu 5.10

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/dev/fd0 in Ubuntu 5.10

Hermann Mahr
Guten Tag Ubuntu-Linux-Experten,

vor einigen Tagen hatte ich angefragt, ob man mir eine Hilfe geben
könnte, wie man in Ubuntu 5.10 die bei der Installation versäumte
Aktivierung des Diskettenlaufwerks  /dev/fd0  nachholen kann.
(Die Programmierer von Ubuntu 5.10 sind offenbar der Meinung,
es gäbe keine Diskettenlaufwerke mehr. Dies wundert mich,
weil  /dev/fd0  in  Ubuntu 5.04  noch eingerichtet wird.
Im übrigen hat nicht jeder einen CD-Brenner, so daß Disketten
gelegentlich doch hilfreich sind.)

Einige freundliche Antworten haben mich erreicht, haben aber leider
keine verwertbaren Hilfen gebracht.

Inzwischen habe ich dieses Problem für mich selbst gelöst.
Vermutlich wird meine Lösung von gestandenen Experten als
dilettantisch bezeichnet werden; bei meinem installierten
Ubuntu 5.10 klappt dies aber.


Die folgenden sechs Zeilen


if test -b /dev/fd0
then echo -n
else
/bin/mknod /dev/fd0 b  2 0
/bin/chmod go+rw /dev/fd0
fi


die Datei   /etc/profile.local   einbauen.

Beim Einloggen mit  root  wird

/dev/fd0

erzeugt, wenn es noch nicht besteht.
Wenn es aber schon besteht, dann geschieht nichts.

Diese Maßnahme hat leider den Nachteil, daß nur von root
wirksam werden kann. Wer sich also, wie es bei ubuntu offenbar
die Regel ist, normal, also automatisch mit dem gdm einlogt,
muß daher, wenn er auf das Diskettenlaufwerk /dev/fd0 zugreifen
möchte, zunächst in einem  xterm  mit dem Befehl  sudo -s
der root-Konsole mit dem Befehl

  passwd root "paßwort"

ein Paßwort zuweisen, das in Ubuntu direkt nach der Installation
nicht existiert. Dann muß man mit der Tastenkonfiguration

   Strg+Alt+F1

die graphische Benutzeroberfläche verlassen und sich als root
einloggen, wodurch auch die Datei  /etc/profile.local  mit den
weiter oben angegebenen sechs Zeilen wirksam wird.
Wenn man dann mit der Tastenkombination  Alt+F7  in die graphische
Benutzeroberfläche zurücklehrt, ist das Diskettenlaufwerk  /dev/fd0
auch dort verfügbar.

Da dies aber ein umständliches Verfahren ist, wüßte ich gern, welches
Start-Script unabhängig davon, wohin man sich später einlogt, beim
"Booten" immer aufgerufen wird, in das man die oben angegebenen sechs
Zeilen eintragen könnte. Dann wäre  /dev/fd0  immer erreichbar.
Weiß jemand, welches (Shell?)Script man dazu verwenden könnte?
Oder gibt es auch noch eine Datei oder ein Script, in der oder dem
festgelegt ist, in welcher Reihenfolge welches Script beim "Booten"
aufgerufen wird?

Ich selbst habe den Displaymanager  gdm  in  0gdm  umbenannt, sodaß ich
beim "Booten" mich immer zuerst in die root-Konsole einloggen kann,
so daß bei mir  /dev/fd0  immer erreichbar ist.
Die graphische Benutzerobefläche kann ich dann immer noch mit dem Befehl
startx  starten, wenn ich sie denn brauche. (Ich bin ein Freund der
Kommandozeile der Textkonsole.)

Im übrigen werde ich bei den Herstellern von Ubuntu die Anfrage
stellen, aus welchen Gründen  Ubuntu 5.10  bei den Installation
ohne  /dev/fd0  eingerichtet wird.

Damit man nicht meint, bei meiner Installation sei etws fehlerhaft
geschehen, sei noch gesagt, daß auch bei der Live-CD von Ubuntu 5.10
kein  /dev/fd0  zu finden ist.


MfG,

Hermann Mahr.

















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Re: /dev/fd0 in Ubuntu 5.10

Frank Streitz
On Mon, Nov 21, 2005 at 11:42:21AM +0100, Hermann Mahr wrote:

> Im übrigen werde ich bei den Herstellern von Ubuntu die Anfrage
> stellen, aus welchen Gründen  Ubuntu 5.10  bei den Installation
> ohne  /dev/fd0  eingerichtet wird.

Also bei mir (breezy) ist das Diskettenlaufwerk unter /media/fdo zu
finden. Und wenn Du es unbedingt unter /dev haben willst, dann setze
doch einen link.

Gruß, Frank
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Re: /dev/fd0 in Ubuntu 5.10

Ingo Bruell
Hallo,

> Also bei mir (breezy) ist das Diskettenlaufwerk unter /media/fdo zu
> finden. Und wenn Du es unbedingt unter /dev haben willst, dann setze
> doch einen link.

das macht keinen Sinn. Unter /media/fd0 ist das Disketten Laufwerk
gemounted, sprich ?ber ein Dateisystem ansprechbar. Mit /dev/fd0 ist das
physische Ger?t erreichbar also oberhalb des Dateisystems.

Kann es sein, dass das Modul f?r das Diskettenlaufwerk nicht geladen wurde.
Soweit ich wei? erstellt udev dann automatisch die Datei /dev/fd0, wenn das
Modul geladen wird.

best regards

--
Ingo Bruell

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Re: /dev/fd0 in Ubuntu 5.10

Reinhard Müller-3
In reply to this post by Frank Streitz
Am Montag, den 21.11.2005, 13:03 +0100 schrieb Frank Streitz:
> Also bei mir (breezy) ist das Diskettenlaufwerk unter /media/fdo zu
> finden. Und wenn Du es unbedingt unter /dev haben willst, dann setze
> doch einen link.

Obacht - /media/fd0 ist der Mount-Point, /dev/fd0 ist das Device!

(Versuch einer Übersetzung auf deutsch: /dev/fd0 ist der Name, über den
ich den Gerätetreiber für das Diskettenlaufwerk erreiche. /media/fd0 ist
ein Verzeichnis, in das der Inhalt der Diskette eingeblendet wird)

lg,
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Re: /dev/fd0 in Ubuntu 5.10

Frank Streitz
On Mon, Nov 21, 2005 at 01:43:29PM +0100, Reinhard Müller wrote:
> Am Montag, den 21.11.2005, 13:03 +0100 schrieb Frank Streitz:
> > Also bei mir (breezy) ist das Diskettenlaufwerk unter /media/fdo zu
> > finden. Und wenn Du es unbedingt unter /dev haben willst, dann setze
> > doch einen link.
 
> Obacht - /media/fd0 ist der Mount-Point, /dev/fd0 ist das Device!
 
> (Versuch einer Übersetzung auf deutsch: /dev/fd0 ist der Name, über den
> ich den Gerätetreiber für das Diskettenlaufwerk erreiche. /media/fd0 ist
> ein Verzeichnis, in das der Inhalt der Diskette eingeblendet wird)

Unter /dev/ gibt es bei mir /~fd und darunter wieder @0. Also ist bei
mir auch der Treiber zu erreichen. Aber danke für die Aufklärung! Es ist
also wohl doch ein Einzelfall, daß das device bei breezy nicht angelegt
wird. Oder verstehe ich das noch immer nicht richtig?

Gruß, Frank
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Re: /dev/fd0 in Ubuntu 5.10

Roland Harke
On Monday 21 November 2005 14:34, Frank Streitz wrote:

> On Mon, Nov 21, 2005 at 01:43:29PM +0100, Reinhard Müller wrote:
> > Am Montag, den 21.11.2005, 13:03 +0100 schrieb Frank Streitz:
> > > Also bei mir (breezy) ist das Diskettenlaufwerk unter
> > > /media/fdo zu finden. Und wenn Du es unbedingt unter /dev haben
> > > willst, dann setze doch einen link.
> >
> > Obacht - /media/fd0 ist der Mount-Point, /dev/fd0 ist das Device!
> >
> > (Versuch einer Übersetzung auf deutsch: /dev/fd0 ist der Name,
> > über den ich den Gerätetreiber für das Diskettenlaufwerk
> > erreiche. /media/fd0 ist ein Verzeichnis, in das der Inhalt der
> > Diskette eingeblendet wird)
>
> Unter /dev/ gibt es bei mir /~fd und darunter wieder @0. Also ist
> bei mir auch der Treiber zu erreichen. Aber danke für die
> Aufklärung! Es ist also wohl doch ein Einzelfall, daß das device
> bei breezy nicht angelegt wird. Oder verstehe ich das noch immer
> nicht richtig?
>
> Gruß, Frank

Hmm, aufgrund dieses Threads hab ich mal nachgesehen. Hier läuft auch
Breezy, und /dev/fd0 sowie /media/floppy lassen sich sowohl mounten
wie auch lesen. Einzige Einschränkung: beide sind z.Zt. nur von root
ansprechbar.
Breezy hat das Device also völlig richtig angelegt. (Zumindest hier)

Gruß, Roland
> --
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Re: /dev/fd0 in Ubuntu 5.10

Stephan Hermann
Guten Abend,

On Mon, 2005-11-21 at 16:45 +0100, Roland Harke wrote:

> Hmm, aufgrund dieses Threads hab ich mal nachgesehen. Hier läuft auch
> Breezy, und /dev/fd0 sowie /media/floppy lassen sich sowohl mounten
> wie auch lesen. Einzige Einschränkung: beide sind z.Zt. nur von root
> ansprechbar.
> Breezy hat das Device also völlig richtig angelegt. (Zumindest hier)

Ich denke es ist eher ein Treiberproblem, welches sich evtl. in den
Kernel eingeschlichen hat, oder Upstream hat div. Sachen rausgenommen.
Waere es ein generelles Problem haetten wir schon mehr Fehlerberichte
von wegen Floppies im Bugzilla. Dem ist nicht so.

Es waere gut, wenn Hermann ein Bug im Bugzilla filed und auch seine
Hardware mit angibt (das hab ich Hermann auch schon per Mail
geschrieben :)). Also Informationen was fuer ein Board er hat, daraus
resultierend welchen IDE/SCSI controller er hat, etc. pp.

Meines Erachtens ist die Loesung wahrscheinlich trivial.

Regards,

\sh


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